Fahrbericht Honda CBR 125 R (Archivversion) Honda: Die tun was

Noch einmal 16 sein. Und dann so ein Motorrad fahren dürfen. Das wär’s. Solche Gedanken kommen einem nach einer kurzen, aber eindrucksvollen Runde mit der Honda CBR 125 R in den Sinn, während die Youngster im Normalfall um die ihnen zur Wahl stehenden
Maschinen nicht gerade zu beneiden
sind. Ein echter Hingucker mit grimmiger CBR 600 RR-Optik, einem in Thailand entwickelten Zweiventil-Einzylinder-Viertaktmotor, der nominell 14 PS leistet (80-km/h-Drosselkits gibt’s bei Alpha-Technik, Telefon 08036/3007-20) und auch mit dem gewichtigen Autor, inzwischen knapp 40, für über 125 km/h gut. Zumindest
laut Tacho. Um die 110 km/h erscheinen realistischer. Der Tacho kommt wohl aus Italien. Ein unerschütterlicher Optimist.
Dies muss man in Bezug auf die Erfolgsaussichten der kleinen Honda nicht sein. Sie wird ihren Weg machen. Ganz sicher. Keine Rennmaschine, wie etwa die RS 125 von Aprilia, dafür deutlich günstiger. Was sich sowohl auf den
Anschaffungspreis wie auch die Unterhaltskosten bezieht. Denn der wassergekühlte Einzylinder soll sich mit unter vier Litern Normal zufrieden geben. Er ist kein Langweiler, sondern überaus drehfreudig, mit einem kleinen Hänger um 6000/min. Dennoch von hohem Unterhaltungswert.
Die kompakte, ansehnliche und wieselflinke 125er verfügt über ein gutmütiges, allerdings unterdämpftes Fahrwerk, das einem so schnell nichts krumm nimmt. Die Bremse erfordert recht hohe Handkräfte, verzögert jedoch gut dosierbar und nicht zu aggressiv. Gerade richtig für die jungen Wilden, die Honda erreichen will. Die Chancen stehen gut: 2690 Euro plus Nebenkosten sind ein faires Angebot für die CBR 125 R. Dafür gibt es woanders
lediglich einen 50er-Roller.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote