Fahrbericht Honda Transalp 650 (Archivversion) feinarbeit

Dass alt nicht immer alt aussehen muss, zeigt die aktuelle Honda Transalp. 19 Jahre nach ihrer Einführung reichen kleine Schönheitsoperationen, um einige Jahre zu kaschieren. Schwarz lackierte Felgen, eine getönte Verkleidungsscheibe, vorn weiße und hinten dunkle Blinker
frischen das Erscheinungsbild auf. Ach so, nicht zu vergessen die neu geformten und chromverblendeten Auspuffendstücke, die der Transalp einen edlen Touch verleihen.
Technisch hat sich dagegen beim 2005er-Modell nichts verändert. Der 650 Kubikzentimeter große Zweizylinder leistet wie gehabt 53 PS bei 7500 Umdrehungen. Damit reißt man zwar keine Bäume aus, doch es reicht zum gemütlichen bis zügigen Touren. Wer es eilig hat, kann durch fleißige Schaltarbeit versuchen, das letzte PS aus dem Motor herauszuquetschen. Belohnt wird diese Anstrengung, da das Transalp-Triebwerk seine Spitzenleistung erst bei 7500 Umdrehungen bereitstellt.
Voll und ganz überzeugen das über-
aus handliche Fahrwerk und die sehr
gute Sitzposition. So macht das Kurven-
swingen richtig Spaß. Der hört allerdings bei Passabfahrten auf. Dann macht sich ein wandernder Druckpunkt bei der vor-
deren Bremse bemerkbar. Gefährlich wird dies jedoch nicht, weil der Hebel nie ganz durchfällt. Stellt man ihn nach, kann man dem Fading entgegenwirken. Und noch ein Manko: Für eine Reiseenduro ist die Zu-
ladung etwas knapp bemessen.
Das Beste zum Schluss: Während Schönheitsoperationen gemeinhin nicht gerade preiswert sind, sind sie im Falle der Transalp umsonst. Laut Preisliste schlägt die 650er zwar mit 7240 Euro plus Nebenkosten zu Buche. Mit dem so genann-
ten »Frühbucherrabatt« von 750 Euro, den Honda bemerkenswerterweise unbefristet gewährt, sind jedoch nur 6490 Euro fällig – was dem letztjährigen Preis entspricht. gst

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