Fahrbericht Husqvarna SM 510 R (Archivversion)

Red Bull

Neben der SM 610 schickt Husqvarna mit der SM 510 R auch eine Sport-Supermoto auf die Straße – in den neuen Hausfarben Rot-Weiß.

Supermoto ist angesagt bei Husqvarna. Erstens, weil man vergangene Saison gleich beide Drift-WM-Titel nach Italien holte. Zweitens, weil immerhin die Hälfte der 12000 pro Jahr produzierten Maschinen auf 17-Zoll-Rädern aus den Hallen am Vareser See rollen. Weshalb man die sportlich orientierten Supermoto-Modelle, die SM 450 und 510 R, technisch kräftig aufrüstete: Ein weitgehend neuer Rahmen inklusive schlankerem Rahmenheck und modifizierter Schwinge bilden die Basis einer grundlegenden Überarbeitung. In der Tat fallen die 15 Millimeter weiter vorn platzierte Fußrasten, die zehn Millimeter niedrigere Sitzhöhe und vor allem die 40 Millimeter schmaleren Kühlerhutzen samt schlankerem Tank sofort angenehm auf.

Selbst wenn der Werksangabe von 118 Kilogramm trocken wohl gut 15 Kilo im fahrfertigen Zustand zugeschlagen wer-den dürften, geht der permanente Schräglagenwechsel mit der 510er im Geschlängel der ehemaligen Supermoto-WM-Piste in Benidorm/Spanien kinderleicht von der Hand. Tief lässt es sich mit der Kraft eines einzigen Fingers in die Spitzkehren hineinbremsen. Kein Wunder, schließlich gehört der radial verschraubte Brembo-Bremssattel mit vier Einzelbelägen zum Besten, was im Supermoto-Metier derzeit angeboten wird. Zudem vermittelt die ausgewogene Fahrwerksauslegung mit ihren sportlich, aber nicht zu straff abgestimmten Federelementen in jeder Situation ein unerhörtes Vertrauen. Eben typisch Hus­qvarna – Neutralität in Perfektion sozusagen.

Was auch auf die Benzineinspritzung von Mikuni, die ab diesem Jahr den Ver­gaser ersetzt, zutrifft. Ohne sich zu verschlucken nimmt der Kurzhuber Gas an, spurtet vehement los, dreht – leider spürbar vib-rierend – bis in den bei 10000/min ein-greifenden Drehzahlbegrenzer. Allerdings fordert die Euro-3-Norm ihren Tribut: Auf öffentlichen Straßen kappt ein Drossel-klappenanschlag die in der offenen Version mit 58 PS deklarierte Leistung auf gerade mal 30 Pferdestärken.
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Daten Husqvarna SM 510 R (Archivversion)

Motor
Wassergekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, zwei oben liegende Nockenwellen, vier Ventile, Einspritzung, ø 43 mm, geregelter Katalysator, Batterie 12 V/12 Ah, mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsgangge-triebe, O-Ring-Kette, Sekundärübersetzung 42:14.
Bohrung x Hub 97,0 x 67,8 mm
Hubraum 501 cm³
Verdichtungsverhältnis 12,9:1
Nennleistung 22,0 kW (30 PS) bei 7500/min
Max. Drehmoment 34 Nm bei 4000/min

Fahrwerk
Einschleifenrahmen aus Stahl, Upside-down-Gabel, ø 50 mm, verstellbare Zug- und Druckstufendämpfung, Alu-Schwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Scheibenbremse vorn, ø 320 mm, Vierkolben-Festsattel, Scheibenbremse hinten, ø 240 mm, Einkolben-Schwimmsattel.
Speichenräder mit Alu-Felgen 3.50 x 17; 4.25 x 17
Reifen 120/70 17; 150/60 17

Maße+Gewichte
Radstand 1445 mm, Lenkkopfwinkel 64,0 Grad, Nachlauf 83 mm, Federweg v/h 250/290 mm, Sitzhöhe 920 mm, Tankinhalt/Reserve 7,2/1,4 Liter.
Garantie zwei Jahre
Farben Rot/Weiß, Schwarz
Preis inkl. Nebenkosten 8999 Euro

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