Fahrbericht Husqvarna TC 250 (Archivversion) Leicht Und Cross

Mit einem von Grund auf neuen Motorrad macht Husqvarna einen neuen Anfang bei den 250er-Crossern: Leichter, agiler und stärker präsentiert sich die TC 250.

Schick waren sie ja schon immer, die Crosser von Husqvarna. Allerdings im schnelllebigen Cross-Bereich technisch zuletzt nicht mehr ganz up to date. Das soll sich nun ändern, denn der neue 250er-Motor setzt mit einem Gewicht von nur 22 Kilogramm Maßstäbe. Entwickelt wurde er noch in der MV-Ära, BMW konnte als neuer Besitzer von Husqvarna diese Entwicklung also übernehmen. Realisieren ließ sich die Gewichtsersparnis hauptsächlich dadurch, dass der Single in allen Dimensionen schrumpfte. Eine Bohrung von 79 und ein Hub von 50,9 Millimetern machen das Husky-Aggregat zum kurzhubigsten seiner Kategorie.

Auch das Chassis präsentiert sich gründlich überarbeitet: neue Rahmengeometrie, schmaleres Bodywork, überarbeitete Federung. 97 Kilogramm geben die Italiener für die vollgetankte Maschine an, womit sie beim Gesamtgewicht in ihrer Klasse ganz vorn läge. Auf einer hervorragend präparierten Cross-Piste auf der Kanareninsel Teneriffa konnte sich MOTORRAD-Tester Didi Lacher ein erstes Bild von der neuen TC 250 verschaffen. Die Federung wirkt zunächst Husqvarna-typisch soft, spricht hervorragend auf kleinste Unebenheiten an. Ein paar Klicks mehr Dämpfung, und das Sachs-Federbein arbeitet spürbar straffer. Die 50er-Marzocchi-Gabel bleibt in jeder Einstellung eher weich, Profis bräuchten vorn wohl mehr Progression. Logisch, dass sich das geringe Gewicht und die neue Fahrwerksgeometrie auf das Handling auswirken. Die TC biegt messerscharf ab, wirkt leicht und agil. Hin und wieder ist eine leichte Tendenz zur Kippeligkeit zu verzeichnen, ohne dass die TC allzu nervös oder gar kritisch erscheint.

Sanft wie das Fahrwerk benimmt sich auch der Motor, überzeugt mit linearer Charakteristik, breitem Drehzahlband, Drehfreude und viel Power in der Spitze. Die Abstimmung des Mikuni-Vergasers passt optimal. An die relativ starke Motorbremswirkung im Schiebebetrieb gewöhnt man sich schnell. Fazit: Mit der neuen TC 250 befindet sich Husqvarna endlich auf Augenhöhe mit der japanischen Konkurrenz.

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