Fahrbericht Kawasaki KLV 1000 (Archivversion) Fuhrwerk Orange

Die Kawa-Fans warten bereits sehnsüchtig auf News von ihrer KLV 1000. Und MOTORRAD checkt’s nicht. Aber bitte sehr, was muss, das muss. Wieso eigentlich Kawasaki? Wo doch die KLV als technisch identische V-Strom 1000 bei Suzuki von den Bändern rollt. Als sichtbaren Unterschied gibt’s die KLV nur in knalligem Orange, im Kontrast zum dunklen Lack für Schwinge und Aluminium-Brückenrahmen. So einfach hat Kawasaki die klaffende
Lücke bei Reiseenduros geschlossen.
Klar, dass die KLV nicht anders fährt als jede V-Strom: Sie wirkt handlich,
geht flott ums Eck, wenn auch wegen des in Gummi gelagerten Lenkers nur mäßig
zielgenau. Mit 245 Kilogramm vollgetankt –
inklusive Kofferträger zu 112,03 Euro – wiegt die »Kawasuki« so viel wie eine BMW R 1200 GS mit ABS. Schnelle Fahrt offenbart die bekannte, latente Pendelneigung. Sie nimmt mit den breit bauenden, 40-Liter-Koffern zu, der Satz kostet 322,28 Euro.
Da ist es konsequent, den feurigen
90-Grad-V2 bei Tempo 200 elektronisch abzuregeln. Bis dahin setzt sich das 98
PS starke Triebwerk prima in Szene. Antwortet mit Doppeldrosselklappensystem drehfreudig und spontan auf Gasbefehle. Noch dazu ist die KLV bislang die ein-
zige Kawasaki mit geregeltem Katalysator. Suzuki sei Dank! Der lang übersetzte
sechste Gang senkt als Overdrive Drehzahl und Spritverbrauch, geradezu bärig ist der Durchzug in Fahrstufe fünf.
Fast zu rasant für die etwas stumpf
ankernden Bremsen, die leider nicht mit ABS zu haben sind. Eine gute Figur macht die KLV als bequemer Tourenbegleiter, vorn wie hinten. Die in drei Positionen verstellbare Scheibe erlaubt eine Anpassung des Windschutzes an die Fahrergröße. Und der vergleichweise günstige Preis von 9595 Euro, fünf Euro mehr als für eine
V-Strom, lässt noch Spielraum für Zubehör. Und sei es vom Suzuki-Händler... tsr

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