Fahrbericht MZ RT 125 (Archivversion) Aus alt mach neu

Drei Jahre Entwicklung bei MZ, und die RT 125 steht zur Präsentation auf Mallorca bereit. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Debüt ihrer glorreichen Namensstifterin von DKW.

Ballermann und Oberbayern hatten zwar die Pforten geschlossen, aber die Straßen auf der Ferieninsel Mallorca waren geöffnet und luden ein, die 15 PS der RT 125 auszukosten. Mit dem wassergekühlten Einzylinder-Vierventiler kommt sie auch im Stadtlabyrinth von Palma nicht ins Schwitzen und läßt sich leicht um die Ecken bugsieren. Auch wenn die kurvenreiche Straßenführung in lange Geraden übergeht und alsbald 115km/h Höchstgeschwindigkeit anstehen, folgt sie ruhig und spurtreu den Vorgaben des Fahrers.Überhaupt hinterlässt das Serienmodell der RT 125 im Vergleich zum Prototyp (MOTORRAD 02/2000) einen reiferen Eindruck. An jeder Ampel allerdings, das Dilemma mit der Vergaserbedüsung ist noch nicht behoben, muss die RT per E-Starter zur Arbeit aufgefordert werden. Die Grimeca-Scheibenbremsen vorn und hinten packen bissig zu. Eine angenehm aufrechte Sitzposition, eine bequeme Beinpositionierung und ein straffes Fahrwerk runden den homogenen Gesamteindruck der RT 125 ab. Aufsteigen, allein oder mit Sozius, und losfahren, dies für 6490 Mark. Inhaber des Autoführerscheins (datiert vor dem 01.04.1980) dürfen sich ebenso freuen wie die Führerscheinneulinge ab 16 Jahren. Letztere mit der elektronisch auf 80 km/h gedrosselten Version. Fazit: Die von MZ prognostizierten 1500 Exemplare in den Farben schwarz, gelb und rot sollten auf dem 125er Markt mit dem neu strukturierten Händlernetz an den Mann/die Frau zu bringen sein.

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