Fahrbericht: Wilbers-Triumph Street Triple (Archivversion) Drei-Klang

Sound: betörend. Chassis: knackig. Motor: spritzig. Das ist die Street Triple mit Wilbers-Tuning.

Finger weg, alles so belassen, wie es ist. Das, könnte man meinen, wäre im Fall der Triumph Street Triple die logische Konsequenz aus glänzenden Bewertungen und Testsiegen reihenweise. Aber Gutes reizt ja oft besonders zum Versuch, noch einen draufzusetzen. Oder es zu individualisieren, zum Beispiel weiter in Richtung Sportlichkeit zu trimmen.

Also hat sich der Fahrwerks- und Tuning-Spezialist Wilbers über den Dreizylinder-Allrounder hergemacht, um ihn zum heißen Renner umzumodeln. Am Motor wurde die Verdichtung erhöht, Kanäle und Ventilsitze bearbeitet sowie eine Einlassnockenwelle mit geänderten Steuerzeiten eingesetzt. Ein Powercommander steuert das Mapping von Zündung und Einspritzung.

Unterm Strich ergibt sich in Verbindung mit brüllend lauten Bos-Karbon-Dämpfern eine deutlich spürbare Mehrleistung von zehn PS. Im oberen Bereich dreht der Triple freier, fast schon giftig. Der Preis für den Zusatzschub ist allerdings eine leichte Drehmomenteinbuße im unteren Bereich, die sich als Anfahrschwäche im Stadtbetrieb bemerkbar macht.

In die rigoros sportliche Ausrichtung fügt sich die straffe Wilbers-Federung nahtlos ein. Die Gabel wurde überarbeitet, das Federbein durch ein Wilbers-Produkt mit hydraulisch einstellbarer Basis ersetzt. Straff und präzise wirkt das Fahrwerk nun, mit reichlich Reserven und hervorragender Stabilität. Während sich der Wilbers-Lenkungsdämpfer für jeden Street-Triple-Fahrer empfiehlt, ist der Rest eher etwas für engagierte Heizer.

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