Fahrermeinungen (Archivversion)

Rolf Henniges,
Testredakteur
Wer schon immer mal Kapitän auf einem Binnengewässer sein wollte, aber keinen Führerschein für Güterschiffe hat, der kann sich das Gefühl auch als Motorradfahrer kaufen: M 1800 R fahren ist ähnlich. Sicher, die Trude ist schneller, geringfügig dynamischer und bremst effektiver. Und sie bleibt nur an Land. Aber das war’s dann auch schon. Die Intruder ist ein Pott. Schwierig zu wenden und zu rangieren. Dass der Kurzhub-Motor höher dreht als all seine vergleichbaren Cruiser-Kollegen, ist mir egal.

Rainer Froberg,
Fuhrparkleiter
Die dicke Trude sollte man einfach mal gefahren haben. Ihr Motor zieht heftig durch, hat immer mächtig Druck und dreht sogar nach oben frei heraus. Damit kann man alles machen: nieder-tourig Bummeln oder 200 km/h auf der Bahn. Das Erlebnis Motor ist absolut einzigartig. Der Sound ebenfalls. Und die Sitzposition auch: Auf der M 1800 R halte ich es locker zehn Stunden am Stück aus. Der nach unten geschwungene Lenker, der breite Sitz und die vorverlegten Fußrasten – das passt für meine 1,83 Meter optimal.

Gert Thöle,
Testchef
Auf Fuerteventura kam ich in den Genuss, die M 1800 bei der Präsentation zu fahren. Der Sound, der Motor, der nicht nur hämmert, sondern fast schon sportlich drehen kann, dazu herr­-liche, ebene Straßen, jede Menge Auslauf, ein fantastisches Umfeld. Dort brauchte man eigentlich gar kein Fahrwerk, nur diesen tollen Motor. Genau da gehört sie hin. Hier in Stuttgart sieht die Welt ein bisschen anders aus. Hier hop-pelt sie grausig über notdürftig ge­flickte Straßen. Ich will wieder nach Fuerte – mit der Trude.

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