Fallbeispiel: Routinier Volker Deutschmann, 40, Unternehmer

Volker wünscht sich grundsätzlich für jedes Motorrad ABS, er verfügt mit knapp 300000 Kilometern über eine überwältigende Fahrpraxis. Das schlägt sich bereits auf der Landstraße mit Werten von 3,0 bis 4,7 m/s² nieder. Auch in Hockenheim bestätigt der ehemalige R1- und jetzige FJR 1300-Fahrer seine solide Selbsteinschätzung: Touristisch, flott und sportlich lässt er es angehen und steigert sich gegen Ende seiner ersten Bremsung auf 9,5 m/s², das Maximum der Yamaha FJR, was ihm den Spitznamen »Volk the brake« einbringt. Bei einem schnelleren Bremsdruckaufbau hätte Volker absolute Spitzenwerte erreicht, so bleibt es bei guten, aber eben nicht sensationellen 7,9 m/s². Anschließend überlistet er durch gefühlvolles Dosieren das ABS der FJR und erreicht Maximalwerte von 9,4 m/s². Der Routinier reizt auch das ABS der Ducati ST 4S aus, was beinahe mit einem Überschlag endet. Das ABS der Honda hält er dagegen für »narrensicher und wirklich klasse« und revidiert seine anfängliche Abneigung gegen Verbundbremssysteme.

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