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Fast eine Viertelmillion Exemplare 30 Jahre BMW RT-Reihe

Foto: Archiv
Rundes Jubiläum bei BMW: Vor 30 Jahren, auf der Kölner IFMA 1978, erschien in Form der R 100 RT der Urahn der Baureihe "Reise-Tourer". Seither verließen ohne Unterbrechung fast eine viertel Million RTs die Berliner Bänder, 233000 Stück. Eine stolze Zahl für solch mächtige und teuere Motorräder. Damit dürfte die RT-Reihe die beliebteste Tourer-Palette der Welt sein. Jede einzelne Maschine mit Zweizylinder-Boxer-Motor, einerlei ob als Zwei- oder Vierventiler. Von Anfang an standen RTs für den Traum vom Reisen auf zwei Rädern, bei vollem Komfort-Programm zu Gunsten konsequent weiter entwickelter, unbedingter Tourentauglichkeit. All das zeigt gerade die R 1200 RT erneut in einem Vergleichstest in MOTORRAD 21/2008. Großer Wind- und Wetterschutz, einfaches Handling und überragende Reichweite wie Ausstattung machen die aktuelle 1200er-RT besonders beliebt: Sie ist nach der R 1200 GS und deren Schwester R 1200 GS Adventure das drittbest verkaufte BMW-Modell. Fast 51000 Exemplare der erst 2005 präsentierten R 1200 RT rollen über die Straßen dieser Welt. Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre vierventiligen Vorgängerinnen vom Thron stürzen wird: Die von 1995 bis 2001 insgesamt 54751mal gebaute R 1100 RT und die von 2001 bis 2005 sogar in 57137 Exemplaren erschienene R 1150 RT.
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Foto: Wolf
Nicht zu vergessen die immerhin 12741 Einheiten der R 850 RT, die vor allem in den Polizei- und sonstigen Behörden-Einsatz gingen. Nach wie vor gehört die RT zu den beliebtesten, wenn auch nicht beleibtesten Polizei-Motorrädern der Welt. Sogar im Harley-Mutterland USA fahren Sheriffs RTs. Momentan produziert BMW für Behörden auch eine 900er-Version der RT, die bloß 83 statt 110 PS leistet. Traut man den Ordnungshütern nicht mehr zu?

Oder will man zurück zu den Wurzeln, der Zeit der Zweiventiler bis 1995? Schließlich leistete der 980 cm3 große Zweiventil-Boxer der R 100 RT vor 30 Jahren auch nur 70 PS. Bis 1984 wurde die 1000er gebaut, und von 1987 bis 1995 nochmals aufgelegt. Dann allerdings nur noch mit 60 PS. Ingesamt entstanden 27757 Exemplare der 1000er. Der 50 PS starken 800er-Version R 80RT, die von 1982 bis 1995 insgesamt 29384 mal gebaut wurde, ist es zu verdanken, dass im Laufe der 30-Jährigen Geschichte ununterbrochen fabrikneue RTs zu kaufen waren.
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Foto: Herzog
Bleibt noch eine Sache, die Entwicklung der Preise: Als die R 100 RT vor 30 Jahren erschien, kostete sie als Krönung der bayerischen Modellpalette 11480 Mark, umgerechnet 5870 Euro. Damals musste man für diese Summe viel länger arbeiten als heute. Insofern dürfen einen die 15850 Euro Basispreis der 1200er, fast das Dreifache also, heute nicht wundern. Zumal es viel mehr Ausstattung und Technik gibt als früher, hier seien nur serienmäßige Koffer, G-Kat und ABS sowie moderne Fahrwerkstechnik genannt. Trotzdem erscheinen die rund 19500 Euro Preis der 1200er-RT bei voller Ausstattung (inklusive Tempomat, Radio/CD, Traktionskontrolle und elektronisch einstellbarem Fahrwerk) ziemlich happig. Heißt RT also in Wirklichkeit "Richtig Teuer"?

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