Fazit (Archivversion) Und ab durch die Mitte?

Eines ist sicher: Die Zeiten, in denen XTs gern mal durchs Gelände getrieben oder Husqvarnas über Landstraßen geprügelt werden, sind definitiv vorbei. Die Verkaufszahlen sind stark rückläufig. Denn der Kunde hat sich entschieden, fordert nach stärker spezialisierten Konzepten. Gelände-Freaks finden mit Sportenduros passgenaue Offroad-Bikes, Asphalt-Fans werden mit spezifisch abgestimmten Supermoto-Singles erstklassig bedient.
Genau darin unterscheidet sich die aktuelle Situation von den Anfängen der Spezies Enduro. Diese Sowohl-als-auch-Maschinen müssen sich mittlerweile an den Spezialisten messen. Und so bekennen sich heutzutage Modelle wie die Yamaha XT 660 R und die Husqvarna TE 610 ganz klar in eine Richtung. Auf deren jeweiligem Spezialgebiet hat die BMW Xchallenge einen schweren Stand. Andererseits fährt die Xchallenge im Gelände um Welten besser als eine XT und
ist auf der Straße der TE überlegen. Doch nahezu unabhängig davon, dass sie damit dem eigentlichen Enduro-Segment mit weiterentwickelter und bewährter Technik, guter Verarbeitung sowie akzeptabler Laufkultur durchaus positive neue Impulse gibt, bleibt der Bayerin – wie übrigens auch der für das kommende Jahr angekündigten 690er-Enduro von KTM (siehe Interview links) – nur eine Hoffnung: Dass das breite Einsatzspektrum, welche die Xchallenge eindeutig als Bonus in die Waagschale wirft und sie als originäre Enduro charakterisiert, von Zeitgeist und Kunden wieder goutiert wird.

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