Fazit (Archivversion)

Big Bikes
Glatt geschmirgelte Straßen, viel Verkehr und kein Raum für Fahrfehler – wer im Gebirge Spaß haben will, muss sich Stress vom Hals halten. Und genau das kann die Honda CB 1300. Reisen oder rasen, zu zweit oder allein – die graue Maus verwandelt sich im Gebirge zum facettenreichen Multitalent. Der Rest der viel extremer ausgerichteten Big Bikes mag mehr Power besitzen, mehr Emotionen rüber­bringen oder beides. Aber ob nach zehn Pässen damit auch immer noch mehr Fahrspaß verbunden ist, darf bezweifelt werden.


Allrounder
In einer extremen Landschaft braucht es keine extremen Motorräder. So besticht die Yamaha durch ihre gefälligen Fahreigenschaften. Mit mehr Hubraum und Federungsreserven wäre die XJ überwältigend. Weil die Suzuki in vielen Fahrwerkswertungen hinter ihr zurückbleibt, vergibt sie ihren motorischen Vorsprung. Die Triumph und die Aprilia demonstrieren, wie das nach Punkten unterlegene Motorrad durch überragende Handlichkeit begeistern kann, während das eigentlich bessere durch sein kapriziöses Wesen viele Sympathien verspielt.


Enduro/Funbike
Was den Fahrspaß angeht, streitet sich die Enduro/Funbike-Fraktion auf extrem hohem Niveau. Keine andere Kategorie vermittelt das Erlebnis Motorradfahren im Gebirge intensiver. Dass die puristischen Funbikes wie die Benelli und Moto Morini sich letztlich hinten anstellen müssen, liegt in der Natur ihrer Konzepte. Denn zusätzlich zum formidablen Fahrspaß, von dem die BMW oder KTM keinen
Jota weniger bieten als die Italo-Fraktion, addieren die beiden Mitteleuropäerinnen noch die im wirklichen Leben hilfreiche Portion Vernunft – die BMW (Stichwort ABS) sogar noch ein bisschen mehr.

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