Fernfahrt Hamburg-Wien-Hamburg (Archivversion)

Hamburg-Wien war 1969 die längste fast durchgehende Autobahnverbindung Mitteleuropas. Zu einer Zeit, als der europäische Osten noch tiefrot und für Motorräder unzugänglich und die Alpen nur über Pässe zu überwinden waren, stellte diese Strecke ideale Testbedingungen dar. Volle 24 Stunden blieben die MOTORRAD-Testfahrer, damals stets Privatleute mit in der Mehrzahl eigenen Motorrädern, meist ohne Ablösung im Sattel - ein Unternehmen, von dem bei der heutigen Verkehrsdichte dringend abgeraten werden muß. 1969 noch fast völlig unbeschränkt, ist 1996 nur noch ein Drittel der Strecke beliebig schnell befahrbar. Das 130-km/h-Limit in ganz Österreich und viele 120- und gar 100-km/h-Abschnitte in Deutschland - viele davon gelten nachts oder bei Nässe - machen die 1969 erreichten Schnitte selbst mit modernem Material nur schwer überbietbar. Und falls es ein Team von MOTORRAD-Lesern doch selbst versuchen möchte, gerne. Aber dies zur Warnung: Auch die MOTORRAD-Tester ließen es im Regen aus gutem Grund bei 140 km/h bewenden, und - wir haben unsere Führerscheine alle noch.

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