Finale (Archivversion) Drei Welten prallen aufeinander

Sieger sind sie alle drei. Jeder der Finalteilnehmer hat sich zumindest in seiner Klasse durchgesetzt. Alle nur recht knapp, aber bitte - hier stehen sie.Nur noch sechs der ursprünglich acht Piloten treten jetzt im großen Finale an. Pere Casas muß nach seine Ausrutscher vom Vortag wegen einem schmerzenden Sprunggelenks leider aussetzten. Der Chef vom Ganzen, Augusto Moren de Carlos, bezieht Posten auf dem Boxendach, um die Situation jederzeit kontrollieren zu können. Schließlich hängt von diesem Finale Erfolg oder Mißerfolg der kompletten Geschichte ab. Denn jetzt geht es um die Krone der Sportlichkeit: Welches Konzept ist das schnellste?Die agile 600er hat dabei schon im Voraus schlechte Karten. Ihre Rechnung, hier auf dem engen Rennkurs durch die Vorteile im Handling und mit der leicht beherrschbaren Leistung wichtige Zehntelsekunden gut zu machen, geht leider nicht auf. Der Rückstand von knapp zwei Sekunden vom Vortag ist auch mit dem härtesten fahrerischen Einsatz nicht aufzuholen. Dennoch bietet sie mit 1.35.27 eine prima Vorstellung, unterbietet mit dieser Zeit den offiziellen MOTORRAD-Rekord für serienmäßige 600er um ganze sieben Zehntel.Die Entscheidung fällt zwischen Ducati 916 und Kawasaki ZX-9R. Rot gegen Grün, Italien gegen Japan, Zwei- gegen Vierzylinder. Und die Entscheidung fällt einmal mehr nur denkbar knapp aus. Zwei Zehntel Sekunden liegt die Kawasaki vorn, umgerechnet in Entfernung macht das aber immerhin einen Vorsprung von zirka sieben Metern pro Runde.Allerdings scheinen sich alle Piloten im Laufe dieses Mega-Test immer besser an die Eigenheiten der Ducati gewöhnt zu haben. Die Wertung für die bessere durchschnittliche Rundenzeit kann nämlich, anders als tags zuvor, die schöne Italienerin für sich gewinnen. Grund zum Feiern gab’s jedenfalls für alle Beteiligtengenug. Egal ob Sieger oder Besiegte: her mit dem Sekt.

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