Finale

Das Finale ist überall. Denn anders als etwa
im Straßenrennsport oder im Enduro, wo die Klassen getrennt antreten, treffen im Motocross zumindest in den meist hubraumoffen ausgeschriebenen nationalen Meisterschaften in der Tat die verschiedenen Kategorien direkt aufeinander. Und meist kristallisieren sich
die 450er-Viertakter als das tonangebende
Konzept heraus.
Was beim Mastercross 2006 schon mal aus-
geschlossen war. Denn gegen das schnellste MX2-Bike, die KTM 250 SX-F, und den MX3-Sieger, die KTM 525 SX, trat – Collins furiosen Rekordrunden sei Dank – völlig unerwartet
die zweitaktende Kawasaki KX 250 im Finale
an. Dort zählte nur ein Kriterium: die Bestzeit.
Und die ging – wenn’s angesichts der technisch nicht mehr weiterentwickelten Kawasaki auch schwer zu verstehen war – bei jedem
einzelnen des rasenden Trios (Mattias Nilsson,
Joakim Karlsson und Collin Dugmore) klar
an die KX 250. Fast genau eine Sekunde
drosch jeder der Cracks die Grüne rasanter
um den Kurs als die nächstschnellere Finalistin, die große KTM. Die wiederum ihre kleine Schwester mit etwa zwei Sekunden Vorsprung pro Runde auf den dritten Platz verwies.
Übrigens: Wie textete denn ein Schlager in
den Siebzigern? Wunder gibt es immer wieder.

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