Foto-Show: Honda CB 1100 R Fahr-Werk

Foto: fact
Anfang der 80er-Jahre dreht sich das Modellkarussell der japanischen Hersteller Schwindel erregend. Jedes Jahr überschwemmt eine Flut von neuen Motorrädern den Markt, jeder der vier Großen aus Fernost bietet mehr als zwanzig verschiedene Modelle an, und Yamaha-Präsident Hasegawa verkündet öffentlich mit einer für japanische Verhältnisse völlig atypisch offensiven Verbalattacke, die Produktionszahlen des Marktführers Honda demnächst übertreffen zu wollen. In dieser inflationären Phase präsentiert Honda 1980, also gerade einmal zwei Jahre nach dem 1978 vorgestellten Flaggschiff CBX 1000, sozusagen als neue Messlatte, die CB 1100 R den „direkten Nachfolger der erfolgreichen Langstreckenrennmaschinen“. Und das nicht ohne Grund, denn die CBX bot mit ihrem Reihensechszylinder zwar einen beeindruckenden Antrieb, doch trotz der auf dem Tank dokumentierten supersportlichen Ambitionen hat das labile Fahrwerk dem Potenzial des Sixpacks nichts Adäquates entgegenzusetzen. Zudem schläft die Konkurrenz nicht: Suzuki steht mit dem bärenstarken GSX-1100-Vierventiler und Kawasaki mit der GPZ 1100 in den Startlöchern.

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