Foto-Show und Fahrbericht: Kawasaki ER-6n

Foto: fact
Dieses Design hat einen besseren Namen verdient. Da lässt Kawasaki als erster Hersteller seit langem frischen Wind in die konservative Mittelklasse, wagt mutige gestalterische Schritte, findet ungewöhnliche technische Lösungen, und dann das: ER-6n, eine ebenso dürre wie irreführende Buchstaben-/Ziffernkombination. Denn es geht hier nicht um eine auf 600 cm³ aufgebohrte ER-5. Erstens ist die 6er-ER eine 650er, zweitens ist ihr Motor vom Ansaugtrichter bis zum Auspuffendstück neu konstruiert und drittens der ganze Rest ebenso. Kann sein, dass der einstellbare Hebel der seilzugbetätigten Kupplung bei beiden baugleich ist, doch das war es dann auch schon.

Foto-Show: Kawasaki ER-6N

Der Reihenzweizylinder – ein Gegenläufer mit 180 Grad Kurbelversatz – präsentiert sich als Metall gewordene Investition in die Zukunft. Kleiner Ventilwinkel, weite, gerade Ansaugkanäle, vier Ventile pro Brennraum, topmodern. Eine Ausgleichswelle dämpft die Vibrationen um genau das richtige Maß, sorgt für Kultur, aber spült nicht weich. Mit Dreiwege-Katalysator und Einspritzung erfüllt der Twin schon heute die Euro-3-Abgasnorm, leistet dabei immer noch 72 PS und drückt 66 Nm.

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