Führerschein-Bestimmungen (Archivversion)

Der 1. März 1996 ist für viele Führerschein-Inhaber der Klassen 2, 3 und 4 ein denkwürdiger Tag. Seit diesem Datum nämlich dürfen sie ohne eine weitere Prüfung ein Motorrad oder einen Roller mit 125 cm³ und maximal 15 PS (11 kW) bewegen - vorausgesetzt, der Führerschein wurde vor dem 1. April 1980 ausgestellt. In diesem Zusammenhang die schlechte Nachricht für all diejenigen, denen der Führerschein schon einmal entzogen wurde: Eine nach diesem Datum neu erteilte Fahrerlaubnis berechtigt nicht zum Fahren einer 125er.Angesichts des großen Bestands an 150er MZ (zum Beispiel allein rund 24 000 ETZ 150), die wegen ihres zu großen Hubraums nicht unter die neue Regelung fallen, hatte zumindest das Land Sachsen ein Einsehen: Hier kann bei den zuständigen Führerschein-Behörden eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Voraussetzung: Das Motorrad muß erstmals in der ehemaligen DDR zugelassen worden sein, außerdem liegt die Erteilung der Ausnahmegenehmigung im Ermessen der jeweiligen Behörde.Auch für die 16jährigen Neueinsteiger gilt seit 1996 eine neue Regelung: Sie dürfen sich mit dem Führerschein 1b statt mit bisher 80 cm³ nun auch mit 125 cm³ fortbewegen. Leider dürfen diese Leichtkrafträder, wie bisher auch, nicht schneller als 80 km/h laufen - besonders auf der Autobahn manchmal eine gefährlich niedrige Geschwindigkeit.

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