GasGas EC 125 (VT: Master Enduro) (Archivversion) Wertung E3

Mit acht Motorrädern stand auch in der großen Kategorie eine stattliche Auswahl für die Testfahrer bereit, nachdem es mit Sherco und Beta bei den Viertaktern Zuwachs gab. Im Gegensatz zum Motocross, wo die MX3-Klasse als Gegenstück zur E3-Kategorie praktisch bedeutungslos geworden ist, erfreuen sich die hubraumstarken Enduros nach wie vor großer Beliebtheit.
Erstmals am Start und gleich ein Klassensieg, besser konnte es nicht laufen für den italienischen Hersteller Beta. Sicher hat der bei KTM eingekaufte und bewährte 510er-Motor einen nicht unmaßgeblichen Anteil am Erfolg, aber ein guter Motor allein macht noch keinen Siegertyp. Auch Handling, Federung und die restlichen Komponenten müssen stimmen, und das ist den Beta-Technikern offensichtlich gelungen. Knapp geschlagen wurde die 525 EXC von KTM, im Vorjahr sogar noch Masterenduro-Gesamtsieger. Etwas größer war der Abstand dann zur drittplatzierten Husaberg FE 550e, die trotz klassischen Viertakt-Feelings einen ordentlichen Eindruck hinterließ. Überraschend auch in dieser Kategorie, dass die eigentlich
sehr ausgewogene Husqvarna
TE 510 beim Kampf um den Klassensieg nicht mitspielen kann.
Dagegen beweist die Gas Gas
EC 300, dass auch in der E3-
Klasse Zweitakter durchaus mithalten können. Ohne Einfluss
auf das Testergebnis, aber dennoch erwähnenswert ist der
bei der KTM 300 EXC erstmals mitgelieferte Elektrostarter, bei Viertaktern inzwischen selbstverständlich.
Im Semifinale ging das Duell
der Gas Gas EC 300 mit der Beta RR 525 äußerst knapp aus.
Ein gutes Gesamtpaket macht
den in Spanien entwickelten und
produzierten 300er-Zweitakter
zu einem attraktiven Angebot, am Ende hatte der Viertakter knapp die Nase vorn.

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