KTM und GasGas Wütende Spanier protestieren gegen KTM

Aus Angst um ihre Jobs habe GasGas-Mitarbeiter in Spanien einer Delegation von KTM einen sehr unfreundlichen Empfang bereitet.

Foto: acn

Offiziell hat KTM jedes Interesse an der insolventen Offroadmarke GasGas dementiert (MOTORRAD 7/2015). Dennoch haben sich Mitarbeiter des österreichischen Herstellers das GasGas-Werk in Girona, Spanien, Ende Juli angesehen – und wurden von wütenden Arbeitern mit Protesten und brennenden Reifen empfangen.

Die Angestellten befürchten, dass KTM Teile der GasGas-Produktion aufkaufen und das Werk dann schließen könnte. Damit wären die Spanier ihre Jobs endgültig los. Seit den 90er-Jahren hat GasGas leichte Enduros und vor allem Trialmaschinen produziert.

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Hintergrund: GasGas ist seit Mai 2015 in Insolvenz. Trotz Interesse seitens potenzieller Investoren war es seither mit keinem zu einer Einigung und damit zur Übernahme von GasGas gekommen. Die Firma soll rund 40 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei Banken und Zulieferern haben. GasGas gehört mehrheitlich einem israelischen Konsortium, außerdem hält das Land Katalonien zehn Prozent.

Vor der Insolvenz waren bei GasGas im spanischen Girona rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.

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