Gebraucht-Beratung Motorräder der 750er-Klasse (Archivversion) Die (Un-) Vergessenen

Seit Honda 1969 mit der CB 750 die Zweiradwelt in ein neues Universum katapultierte, hat diese Hubraumbezeichnung einen magischen Klang. Inzwischen ist diese Klasse ein wenig in Vergessen-heit geraten, doch im 3000-Euro-Segment lebendig wie eh und je.

Wie leicht der Mensch doch zu beeinflussen ist. Natürlich gab es auch schon vor der berühmten CB 750 Motorräder mit gleichem oder sogar größerem Hubraum. Aber erst besagte Honda verlieh der schnöden Zahlenkombination die Kraft eines Mythos, der schon beinah kultische Verehrung genoss. Eine Siebenhundertfünfziger, das klingt nach Kraft und Gewalt und machte am Motorradtreff mächtig Eindruck. Auch dann noch, als später der volle Liter zum Maß der Dinge wurde. 750er galten bei der Nachbarschaft noch als sozialverträglich und waren vor allem leichter beherrschbar als die brachialen 1000er. Deutlich günstiger waren sie obendrein. Bis weit in die 90er-Jahre blühte das Segment der Dreiviertelliter, um dann urplötzlich einzuschlafen. Von unten rückte die von 500 über 550 auf 600 cm3 erstarkte Mittelklasse nach, und oben machten die Hersteller die 1000er durch enorme Entwicklungen bei Rahmen, Fahrwerken, Bremsen und Reifen auch für Nicht-Vollprofis besser beherrschbar. Während im Neumaschinenmarkt die Klasse mittlerweile äußerst sparsam besetzt ist, bleibt der vorhandene Bestand riesig. MOTORRAD hat sich im Bereich um 3000 Euro umgesehen und festgestellt: Die Klasse ist lebendig wie eh und je. Das Echo des Knalls von 1969 hallt eben auch nach fast 40 Jahren noch nach.

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