Gebrauchtberatung Buel S1/S3/M2/ X1 (Archivversion)

Pioniergeist zeichnete die Amerikaner schon immer aus. Und so entstanden die ersten Buell nach dem

Erik Buell, Gründer und Namensgeber der Marke, war in den 1980er Jahren Ingenieur bei Harley-Davidson und in seiner Freizeit Rennfahrer aus Passion. Zudem ist er Patriot und träumte von einem amerikanischen Sportmotorrad. Nach einigen sehr eigenwilligen Kreationen für die Rennstrecke begann Anfang der neunziger Jahre die Fertigung von Straßenmotorrädern in Kleinstserien ausschließlich für die USA. Erst 1997 schien mit der S1 die Zeit reif für den europäischen Markt. Leider waren die amerikanischen Donnerbolzen dem European way of riding nicht immer gewachsen, was zahlreiche Nachbesserungen an Motor und Fahrwerk zur Folge hatte. Neben den unten rechts aufgeführten Rückrufen wurden im Rahmen der regulären Inspektionen Verbesserungen durchgeführt, »updates« genannt. Ein vollständig gestempeltes Serviceheft ist deshalb von Vorteil. Ungeachtet der Bemühungen seitens Buell darf nicht vergessen werden, dass man es mit einem äußerst eigenwilligen Motorradkonzept zu tun hat, das sich nur schwer in gängige Schablonen pressen lässt. Die Kombination aus extremer Fahrwerksgeometrie, archaischem Antrieb sowie Detaillösungen, die sich weniger der Funktion als vielmehr dem Anderssein verpflichtet fühlen, ist zweifellos sehr reizvoll, im Alltag mitunter allerdings zermürbend. Die Rohrrahmen-Modelle sind noch vielmehr als die XBs wunderbare Motorräder für ungefiltertes Biken. Wer das akzeptiert, wird glücklich werden.

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