Gebrauchtberatung Honda CBF 1000 (Archivversion) Gebrauchtberatung Honda CBF 1000

Für die einen ist sie ein Langweiler, für die anderen die Eier legende Wollmilchsau. Klar ist: Hondas CBF 1000 hat sich im Herbst 2007 an die Spitze der MOTORRAD-Langstreckentest-Wertung gesetzt. Wer sich keine Neumaschine zulegen will, kann also auch bedenkenlos zu einer Gebrauchten greifen.

Es sind nicht die teuren Supersportler, die in der Liste der Neuzulassungen ganz vorn rangieren. So faszinierend diese Spezialisten auch sein mögen, weit gefragter sind alltagstaugliche Motorräder, die auch für zwei Personen ausreichend Platz und Komfort bieten. Gleich hinter der seit Jahren quasi auf Platz eins abonnierten BMW R 1200 GS hat sich seit ihrer Markteinführung 2006 die Honda CBF 1000 festgesetzt. Ihr Erfolgsrezept: Der von über 170 auf 98 PS gezähmte Vierzylindermotor aus dem Supersportler Fireblade in einem schnörkellosen Fahrwerk mit langstreckentauglicher Ergonomie, und das Ganze zu einem akzeptablen Preis. Echte Kinderkrankheiten oder Schwächen sind der CBF fremd (siehe auch Kasten Besichtigung). Viel mehr als die vibrierende Verkleidung des ersten Baujahrs oder ein hakiges Zündschloss gibt es nicht zu bemängeln.

Auf der Honda fühlt sich eigentlich jeder auf Anhieb wohl. Der um zehn Millimeter verstellbare Lenker sowie die höhenverstellbare Sitzbank und Verkleidungsscheibe tragen ihr Scherflein dazu bei. Der tadellose Motor, der schon ab 2000/min ruckfrei durchzieht, und die zumindest mit ABS auf jedem Untergrund sportlerwürdigen Verzögerungswerte runden das gute Gesamtbild ab. Zu den empfehlenswertesten Reifenpaarungen gehören nach Erfahrungen von MOTORRAD die Metzeler Roadtec Z6 und die Continental Road Attack, die beide weit mehr Schräglage vertragen würden, als der früh aufsetzende Seiten- und Hauptständer zulassen. Zu den weiteren Verbesserungsmaßnahmen zählen die MRA Vario-Touringscreen für 120 Euro, die den Schutz vor Fahrtwind im Vergleich zur Serienscheibe deutlich erhöht. Für noch mehr Fahrspaß auch auf ruppigem Terrain sorgen straffere Gabelfedern beispielsweise von Wirth (mit Öl rund 100 Euro) und ein einstellbares Zubehörfederbein.

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