Gebrauchtberatung Suzuki SV 1000/S (Archivversion) Suzuki SV 1000/S

Sie kam, wurde gesehen – aber nicht gekauft. Also ging sie wieder. Dafür sind die SV-1000-Modelle aus zweiter Hand inzwischen ein echter Top-Tipp.

Eigentlich eine traurige Geschichte: Da gibt es ein ziemlich sympathisches Motorrad mit brillantem Motor zum vernünftigen Preis, und alle wenden sich ab. Selbst der Hersteller ließ 2005 die SV 1000 und deren halbverkleidete S-Variante nach nicht einmal ganz drei Jahren Marktpräsenz wie eine heiße Kartoffel fallen und nahm sie in Deutschland aus dem Programm. Offensichtlich waren den Japanern die Verkaufszahlen – ins­-gesamt immerhin knapp 5000 Stück von beiden Modellen – zu niedrig. Von der SV 1000/S erwartete man wohl ähnliche Bestseller-Qualitäten wie bei der kleinen Schwester SV 650/S.
Es ist müßig, über die Gründe für die vergleichsweise geringe Popularität der Tausender zu spekulieren. Und letztlich hat die Geschichte ja auch eine erfreuliche Seite, zumindest für Gebrauchtkäufer, die in der Secondhand-Offerte eine richtig gute und vor allem preiswerte Alternative zu allerlei Neuware finden. Die SV 1000 mit tadellosem, stabilem Fahrwerk ist der ideale Untersatz für Naked-Bike-Piloten, die jede Tour und Reise mit großem Sportsgeist in Angriff nehmen wollen. Die SV 1000 S hat kleinere, jedoch leicht zu behebende Fahrwerksschwächen, verfügt dank Halbschalenverkleidung allerdings über den besseren Windschutz. Beiden gemein ist der prächtige V2-Motor. Dieser verbreitet mit unbändiger Kraft, Drehfreude und Leistung derart ausgelassene Stimmung, dass sich die SV-1000-Modelle trotz der etwas tristen Modellgeschichte als ausgebuffte Underdogs feiern lassen können und so manchem Gebrauchtkäufer ein Strahlen ins Gesicht zaubern.

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