Gebrauchtkauf: Honda VT 1100 C2 Shadow ACE (Archivversion)

Relevant für den Kauf war der seit 1999 angemessenere Preis. Inzwischen habe ich 7500 Kilometer zurückgelegt. Probleme bereitet die Vergaser-Synchronisierung. Nach Fahrtstrecken von ungefähr 200 Kilometern ist jeweils eine Korrektur der Einstellung erforderlich. Eine schlampige Lackierung des Rahmens wurde erst nach mehrwöchigen Telefonaten mit Vertragshändler und Importeur durch liebloses Überpinseln ausgebessert. Die Übersetzung ist zu lang geraten und der Sprung zwischen erstem und zweitem Gang auf Alpenpässen in den Kehren lästig.Henry Mäurer, CelleDie Shadow 1100 bestellte ich 1995 blind. Bei der Auslieferung dann die Ernüchterung: Plastik, ein Lüfter für die Wasserkühlung in undefinierbar dunklem Olivgrün und ein durch Schweißpunkte verzogenes hinteres Schutzblech. Das passte nicht in meine Vorstellung von einer so teuren Maschine. Erst Soundtuning und Änderung der Optik (andere Blinker und Kennzeichenhalterung) sowie vorverlegte Fußrasten sorgten für unbeschwertes Dahingleiten. Jetzt sind auch Tagesetappen von bis zu 1000 Kilometer zu bewältigen. Inzwischen bin ich 35000 Kilometer gefahren und mit der Shadow zufrieden. Die Freude an der wartungsfreien und zuverlässigen Maschine trüben die Rostanfälligkeit und der extreme Wertverlust aufgrund der Preispolitik von Honda.Horst Montens, OldenburgMeine Shadow hat inzwischen 90000 Kilometer erreicht. Motor und Antrieb erwiesen sich als äußerst zuverlässig. Beschleunigungs- und Durchzugswerte erreichen nicht die Werte des Vorgängermodells. Da Honda Deutschland der Meinung ist, dass nach zwei Jahren durchgerostete Drahtspeichen keine Funktionsstörungen verursachen, wurde diese auf eigene Kosten nach zweieinhalb Jahren ausgetauscht. Nach der ersten Fahrt im Gebirge ersetzte ich die Originalbereifung von Dunlop schleunigst gegen Metzeler Marathon. Stahlflexleitungen und Lucas-Bremsbeläge waren der nächste Schritt. Kreativität war natürlich auch bei dem lächerlichen Sound erforderlich.Klaus-Günther Rodenbeck, CrivitzLängere Touren mit meiner Shadow, mittlerweile in drei Jahren 13 000 Kilometer, sind möglich, erfordern aber Stand- beziehungssweise Sitzvermögen. Die meisten Nehmerqualitäten werden dem Sozius abverlangt. Eine andere Position der Fußrasten ist vor allen Dingen für Fahrer ab 1,80 Meter empfehlenswert. Für meine 1,84 Meter waren die 13 Zentimmeter vorverlegten Exemplare noch zu knapp, weshalb ich jetzt eine 19-Zentimeter-Version bestellt habe. Was ich vermisse, ist der Bums von unten raus. Das liegt weniger an der Shadow, aber als ehemaliger VFR 750-Fahrer will ich einfach mehr Power spüren.Thomas Schuster, Stuttgart

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote