Gebrauchtkauf: Kawasaki ZX-6R (Archivversion) »Mit Zubehör-<br /><br /> Federbein ein Traumhaftes <br /><br /> Fahrverhalten«<br /><br /> <br /><br /> Georg Jelicic, Test + technik

Meine ZX-6R besitzt einen U-Kat und wurde im März 1999 zugelassen. Nach dem Einfahren ging es gleich auf die Rennstrecke. Bis jetzt ist die Kawasaki 24000 Kilometer gelaufen, davon rund 16000 auf diversen Pisten. Und noch immer begeistert mich die unglaubliche Drehfreude des kleinen Triebwerks.
Für die Rennstrecke reichen die Dämpfungsreserven des Federbeins nicht aus, deshalb wurde es gegen ein Exemplar von Wilbers ersetzt. Mit seinen mannigfaltigen Verstellmög-
lichkeiten (Zug- und Druckstufe mit separat justierbarem Highspeed- und Lowspeed-Bereich) benötigt man einige Versuche, bis man die beste Einstellung herausgefunden hat. Doch die Mühe lohnt. Zusammen mit dem angepassten Gabel-Set-up zeigt die ZX-6R nunmehr ein traumhaftes Fahrverhalten. Bei den Bremsen hingegen machen Experimente keinen Sinn, die serienmäßigen Beläge sind die besten. Unter den verschärften Rennstrecken-Bedingungen müssen die Sechskolben-Zangen allerdings regelmäßig gecheckt werden. Unterlässt man dies, können die Kolben klemmen, was sich
in einem wandernden Druckpunkt bemerkbar macht und im schlimmsten Fall sogar zum Ausfall durch Überhitzung führen kann. Dann sind ruck, zuck – wie ich es schon gesehen habe – zwei neue Bremsscheiben fällig.
Ansonsten ist die ZX-6R ein problemloses und zuver-
lässiges Motorrad, das selbst bei flotter Gangart auf der Landstraße kaum über fünf Liter Benzin verbraucht.

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