Gruppe 3: Bis 250-Zweitakt/400-Viertakt

Da wackelt die Heide – ultrastarke Viertakter dominieren die Gruppe drei, die Zweitakt-Armada befindet sich hier auf dem Rückzug. Doch noch ist die Schlacht nicht entschieden ...

Bar aller Vernunft fahren vor allem Hobby-Piloten und Einsteiger auf die Motorräder der Power-Klasse ab. Ein Grund dafür ist sicher, dass hier praktisch für den gleichen Preis deutlich mehr Leistung offeriert wird. Wer’s wissen will, kann etwa bei der Husaberg FE 650 e bis zu 59 PS abrufen. Ein weiterer Anreiz ist sicher der Adrenalinkick beim Gasaufziehen. Der wird bei jedem dieser Bikes automatisch mitgeliefert. Aber macht Leistung gleichzeitig schnell? Bei der Auswertung der beim Master Enduro 2003 gefahrenen Zeiten scheint es auf den ersten Blick so: Jeder zweite Fahrer erzielt mit einem der Donnerbolzen seine persönliche Gesamtbestzeit, fünfmal erreichen die Fahrer auf einer Maschine der Power-Klasse ihre zweitschnellste Gesamtzeit. Doch bei dieser Interpretation ist zu berücksichtigen, dass ausnahmslos alle, selbst die vermeintlich langsamen, versierte Piloten mit langjähriger Offroad-Erfahrung sind. Zudem kommt die Streckencharakteristik den dicken Brummern entgegen. Wie das Ergebnis beispielsweise mit Einsteigern oder auf trialartigem Terrain aussähe, sagt dieser Wettbewerb leider nichts aus. Das enorme Potenzial dieser Maschinen zu nutzen ist sicher den Profis vorbehalten, aber einen satten Wheelie oder flotten Sprint schütteln alle locker aus dem Gasgriff, so dass auch weniger versierte Fahrer damit durchaus auf ihre Kosten kommen.

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