GSX-R 1000-Schalldämpfer (Archivversion) Kurzer Prozess

Erstaunlich, mit welch kleinen Schalldämpfern die niedrigen Geräuschgrenzwerte heutzutage gerade von den stärksten Vierzylinder-Supersportlern zu schaffen sind. Das gilt bereits für den
Serien-Schalldämpfer der Suzuki GSX-R 1000, der ausgesprochen kompakt ausfällt. Aber noch viel mehr für den triovalen, extrem kurzen Yoshimura-Auspuff, mit dem eine ganze Serie von GSX-R-Fahrzeugen im Sommer ausgeliefert werden musste. Und zwar deswegen, weil der Zulieferer des originalen Dämpfers zeitweise nicht mehr in ausreichender Menge liefern konnte. Suzuki rüstete diese Fahrzeuge daher kurzerhand auf einen Nachrüstdämpfer um.
Beim Alpen-Masters hatte MOTORRAD erstmals eine solche Maschine mit Yoshimura-Auspuff, die mit ihrem kreischenden Sound im oberen Drehzahlbereich auffiel. Mehr Power bringt der kleine Dämpfer jedoch nicht. Im Gegenteil, oben hinaus klappt die Kurve sogar etwas früher ab, so dass sogar einige PS in der Spitze fehlen.
Überraschenderweise zieht der Tausch der Auspuffanlage keine Änderung in der Homologation nach sich. Im Fahrzeugbrief ist weiterhin ein U-Kat eingetragen, obwohl der Yoshimura-Auspuff keinen Katalysator besitzt. Auch wenn das nicht ganz korrekt erscheint: Suzuki nutzt hier wie viele Hersteller von Zubehör-Schalldämpfern eine Grauzone in der Rechtsprechung. Denn die geltenden Abgaswerte hält der Auspuff auch ohne Kat ein. gt

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