GTÜ-Statistik: Mängel-Barometer bei der Hauptuntersuchung (Archivversion) Motorrad vorn

Eigentlich steht das Motorrad noch viel besser da, als der »GTÜ-Mängelindex« (links) es ausweist. Der zeigt nämlich lediglich die Anzahl der Mängel pro auffälliges Fahrzeug an, und bei Motorrädern war an lediglich 26,1 Prozent der vorgeführten Maschinen
etwas zu beanstanden, bei Autos dagegen lag die Quote bei 56,3, bei Nutzfahrzeugen gar bei 63,3 Prozent.
Interessant auch, dass der Mängelindex für Motorräder stabil blieb, während er für andere Fahrzeugklassen merklich anstieg. Als verkehrsunsicher stufte die GTÜ nur 0,02 Prozent der Motorräder ein, unter zehntausend also zwei. Nicht wenige der von der GTÜ konstatierten Mängel resultieren, so die Gutachter, aus dem Versuch,
die Maschine individuell zu gestalten. Wobei gerade hier die Prozentzahlen in ihrer Relation gesehen werden müssen. Vor allem die für »Geräuschentwicklung«. 12,1 Prozent, das klingt nicht gut. Aber die 12,1 beziehen sich auf die vier Prozent, die »Umwelt« überhaupt an der Mängelverteilung ausmacht. Und die Mängelverteilung wiederum basiert auf den lediglich 24 Prozent der Motorräder, an denen es überhaupt was zu kritisieren gab. Womit statistisch bewiesen wäre, dass es laute Motorräder so gut wie überhaupt nicht gibt.

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