Händler, Hersteller, Kunden: Report (Archivversion) Zufriedenheit der Händler...

Das Branchenblatt Bike und Business hat im August und September 2006 insgesamt 442 Händler der angeführten Marken befragt, was einer Marktdurchdringung von neun Prozent entspricht. Dass BMW und Harley-Davidson in der Gesamtwertung ganz oben stehen, überrascht nach der zum Teil drastischen Bereinigung des Händlernetzes nicht, weil nur noch die Gewinner befragt wurden. Auch keine Sensation, dass Suzuki mit den Edelmarken mithalten kann. Hier zahlt sich neben der intensiven Betreuung der Händler die personelle Konstanz in Marketing und Vertrieb aus.
An den Maschinen liegt es nicht, dass Aprilia in der Gesamtwertung ganz unten steht. Was der Firma fehlt, sind Manager, die
das Niveau der Ingenieure erreichen. Dass Ducati in den Miesen landet, dürfte der Modellpolitik der letzten Jahre zuzuschreiben sein.
Die zwei Durchhänger kommen aus Italien, mal wieder, und selbst im sehr wichtigen Service-Bereich hält Honda bei den
Japanern mittlerweile die Rote Laterne in der Hand. Triumph ist auch hier nur Durchschnitt, hat also noch Nachholbedarf.
Man habe Anstrengungen unternommen, die Ersatzteilversorgung zu verbessern, hieß es 2006 bei Aprilia. Wie die Einschätzung der Händler zeigt, mit nur wenig Erfolg. Die Mille gewann 2006 den Master-Bike-Titel, die Aprilia-Logistiker die goldene Zitrone.
Die Phalanx von BMW, Harley und Suzuki wird von KTM durchbrochen, die viel in Orange investiert haben. Dass Marketing auch funktioniert, wenn man bewusst auf Lifestyliges verzichtet und sich auf klassische Verkaufsförderung konzentriert, beweist Suzuki.

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