Hardware (Archivversion)

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R1: Federbein und Lager umgerüstet

Gelobt sei, was hart macht. Nach diesem Motto scheinen die Öhlins-Techniker beim Zubehör-Federbein mit hydraulischer Federvorspannung (Zupin, Telefon 0 86 69/8 57 60; 1740 Mark) für die Yamaha R1 vorgegangen zu sein. Mit dem Dämpfer wurde die ohnehin straff abgestimmte R1 auf der Landstraße nahezu unfahrbar. »Brutal hart, die Kiste bockt nur noch«, so das Urteil der Tester. Öhlins hat auf die Kritik reagiert und montiert nun eine weichere Feder, die zudem zehn Millimeter kürzer ist. Wer bereits den Dämpfer mit alter Feder besitzt, kann ihn kostenlos umrüsten. Öhlins empfiehlt zudem, beim Kauf oder Tausch Körpergewicht und Einsatzzweck der Maschine anzugeben. Die Feder wird dann darauf abgestimmt. Unverändert blieb die Dämpfung, da der breite Einstellbereich alle Einsatzzwecke abdeckt.Eine andere Fahrwerksveränderung betrifft den Frontbereich der Yamaha. Beim Spezialisten Emil Schwarz (Telefon 07181/995290, 315,80 Mark, Einbau 350 Mark) bekommt die R1 neue Lenkkopflager verpaßt. Kegelrollen- statt kugelgelagert, sollen die schwarzschen Präzisionsteile die Neigung zum Lenkerschlagen verringern. Die MOTORRAD-Testmaschine wird derzeit umgerüstet, über die ausführlichen Fahrversuche in einem der nächsten Hefte berichtet.
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Yamaha YZF-R1: Öhlins-Federbein, Schwarz-Lager (Archivversion) - Ausgedüst

Düsenstöcke der Yamaha TRX ausgeschlagen
Den Langstreckentest hat die Yamaha TRX längst überstanden und sich wacker geschlagen (MOTORRAD 21/1997). Im Motorinnern hatten lediglich die Auslaß-Ventilsitze die Verschleißgrenze überschritten, und das Stoßspiel der ersten Kolbenringe war an der Grenze angelangt. Nach dem Zusammenbau macht die TRX 850 in ihrem zweiten Leben (diesmal in privater Hand) nun noch einmal von sich reden. Auf dem Weg zu den nächsten 50 000 Kilometern fiel die Yamaha durch starke Rauchentwicklung beim Anfahren und einen übermäßigen Zündkerzenverschleiß im Stadtverkehr auf. Das ließ den jetzigen Besitzer nicht ruhen. Er forschte tief im Innern der TRX-Vergaser, die schon zum Ende des Dauertest durch leicht ausgeschlagene Führungen der Vergaserschieber auf sich aufmerksam gemacht hatten, und wurde schließlich fündig. Die Düsenstöcke beider Vergaser waren in Brennraumrichtung ausgeschlagen, die Bohrungen, ehemals rund, präsentierten sich nahezu oval.Die Folgen zeigten sich vor allem im Standgas und bei nur zu einem Viertel aufgezogenem Gasgriff. Der Motor lief zu fett, die ehemals sparsame TRX soff wie ein Loch. Nach Austausch der Düsenstöcke war der TRX-Motor wie verwandelt. Keine Rauchentwicklung mehr, kein Zündkerzenverschleiß; außerdem sank der Benzinverbrauch um fast zwei Liter, die TRX erreicht nun wieder die Werte des Dauertests (6,7 Liter). Kleine Ursache, große Wirkung also. Und nur geringe Kosten für die Neuteile: 34,90 Mark pro Vergaser. Wer ein ähnliches Problem hat, sollte auch gleich die Nadeln auf Verschleiß überprüfen.

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