Harley-Davidson Pro Street (Archivversion) Von der Leine gelassen

Es ist nicht verboten, ordinäre japanische Bauteile in einer Harley zu verstecken, so daß es keiner merkt. Sogar dann nicht, wenn sie von einer ganz anderen Baustelle, einer Suzuki GSX-R 1100, herrühren. Und es gibt auch keinen Grund, sich zu grämen, wenn der Rahmen von Kenny Boyce stammt, immerhin ein renommierter Rahmenbauer in den USA. Erst recht kann es einem niemand verwehren, 90 PS in das kultische Evolution-Triebwerk zu schrauben. Wie das geht, möge man beim Harley-Vertragshändler in Hannover erfragen, der diese für V2-Triebwerke milwaukeescher Abstammung sehr stramme Leistung in den technischen Daten unter Sonstiges understatementmäßig ablegt. Da ist von Andrews-Nockenwellen, von Branch-Zylinderköpfen, vom S&S Super E-Vergaser, Barnett-Kupplung und reichlich Eigenbauteilen, nicht zuletzt von der Lastkraftwagen-Ladebordwand-Warnleuchte, Schrägstrich »modifiziert« die Rede. Und dann war da noch die silberne Fat Boy, die nicht dem stämmigen schwarzen Mann gehört, sondern dem Michael Korte, seines Zeichens Inhaber des niedersächsischen Harley-Hauses. Telefon 0511/350 36 72.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote