Harley-Davidson Screamin´ Eagle V-Rod Destroyer (FB) (Archivversion) What wins on Sunday,sells on Monday

Infernalisches Gebrüll, grünes Licht, 402,34 Meter Vollgas, fertig. »That’s drag racing” – im Prinzip. Recht überschaubar für Fahrer wie Publikum, und die Amis lieben diesen Sport. Mehr, viel mehr als Formel 1 oder MotoGP. So peilten die USA am 6. November 2005 nicht etwa Spanien und das MotoGP-Finale an, sondern den Pomona Racetrack nahe
LA, Schauplatz der entscheidenden NHRA-Meisterschaftsläufe. Millionen vorm Fernseher, 60000 auf den Tribünen. NHRA steht für National Hot Rod Association, hart übersetzt: 
»Nationale Vereinigung heißer Pleuel.« Und wo immer die zur Quartermile bläst, herrscht Volksfeststimmung. Da kreisen Zeppeline am Himmel, landen Raketenmänner auf dem Track, werden Popstars zum Schmettern der Nationalhymne engagiert und sehr viele
Dollars in sehr große Portionen Popcorn, Spareribs und Bier investiert.
Hauptattraktion sind die Top Fuel Cars mit bis zu 7000 PS, die ihre 402,3 Meter, wenn’s pressiert, in 4,4 Sekunden abrocken, dabei vier, fünf Gallonen Nitro abfackeln – also
läppische 15 bis 19 Liter – und schon mal mit 540 km/h übers Ziel jetten. Gemächlicher geht’s bei den Pro Stock Motorcycles zu. Um die 350 PS liefern die 1,5-Liter-Vier- und
2,6-Liter-Zweizylinder. Mindestgewicht samt Fahrer 279 Kilogramm. Am Start: Buell, Harley, Kawasaki, Suzuki. Und zum zweiten Mal in Folge ging der Titel an Andrew Hines, 22,
vom Screamin’ Eagle/Vance & Hines Team, der mit 6,968 Sekunden und 317,76 km/h
auch beide Pro-Stock-Rekorde auf der Viertelmeile hält.

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