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Neue Harley-Davidson Street 750 und Street 500 auf der EICMA 2013.

Harley-Davidson-Neuheiten auf der EICMA 2013 Harley-Davidson Street 750 und Street 500

+++ UPDATE: Interview mit Immer größer, immer teurer? Nicht mit Harley-Davidson. Die US-Company hat auf der EICMA 2013 mit Harley-Davidson Street 750 und Street 500 seine derzeit sechste Baureihe vorgestellt.

Auf den Punkt gebracht handelt es sich bei Harley-Davidson Street 750 und Street 500 um zwei V-Twins mit 500 und 750 Kubikzentimetern Hubraum, die nicht nur größenmäßig die Modellpalette nach unten abrunden sollen, sondern vor allem auch preislich. Dabei liegt das Hauptaugenmerk der US-Marke auf den stetig wachsenden Märkten in Indien und Asien.

In Europa kommt die Harley-Davidson Street 750 kommendes Jahr zuerst in Spanien, Italien und Portugal. Erst 2015 wird sie dann auch in Deutschland haben sein.

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Die Baby-Harley im Detail

Bis auf die Flüssigkeitskühlung und den Zylinderwinkel von 60 Grad hat der „Revolution X“ genannte Motor nichts mit dem Revolution-Motor der V-Rod zu tun. Er ist, wie auch der Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen, eine komplette Neukonstruktion mit je einer obenliegenden Nockenwelle, die die vier Ventile der Zylinderköpfe betätigt.

Leistungsdaten von der Harley-Davidson Street 750 sind noch nicht bekannt, dürften aber bei Führerschein-A2-kompatiblen 48 PS liegen.

Der Antrieb erfolgt über ein Sechsganggetriebe und mittels Harley-typischem Riemen, Einspritzung ist selbstverständlich, ob ABS in Deutschland für die Harley-Davidson Street 750 serienmäßig oder aufpreispflichtig sein wird ist noch unklar. In Südeuropa und Indien wird es den Blockierverhinderer für die jeweils einzelne Bremsscheibe am 17-Zoll-Vorderrad und am 15-Zöller hinten vorerst jedenfalls nicht geben. Das Design mit Elementen wie den geduckten Café-Style-Windschild ist ein Mix aus klassischen Harley-Elementen von den 40ern bis in die 70er-Jahre. Die Sitzhöhe ist extrem niedrig – ein weiteres Zugeständnis an die Einsteigertauglichkeit der inklusive Auspuffanlage komplett in Schwarz gehaltenen Harley-Davidson Street 750.

Das ganze Bike wird von Harley als „niedrig und schlank“ bezeichnet, genaue Daten sind noch nicht veröffentlicht, und als „gebaut für den Innenstadtverkehr.“ Wobei die Konstrukteure in Milwaukee hier wohl weniger Wisconsin oder Wiesbaden, sondern eher Mega-Cities wie Mumbai, Bangkok, Peking oder Saigon im Visier gehabt haben dürften.

Die Harley-Davidson Street 750 und Street 500 werden dementsprechend auch in Indien gefertigt, mit Ausnahme derjenigen für den US-Markt. Die nämlich sollen weiterhin das Label „Made in USA“ tragen. Mit der neuen Baureihe beginnt Harley-Davidson „eine logische Weiterentwicklung als Reaktion auf einen sich weltweit veränderten Markt,“ sagte Harley-Deutschland-Chef Christian Arnezeder gegenüber motorradonline.de.

Interview mit Frank Klumpp, Harley-Davidson Deutschland.
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Harley-Projekt Rushmore

Harley-Vize-Chef Mark-Hans Richer nannte die neue Street-Baureihe in Mailand „die für Harley wichtigste Neuerung in 110 Jahren nach dem Projekt Rushmore.“ Im Rahmen des „Projekts Rushmore hatte Harley im Herbst den in der Leistung etwas gesteigerten High Output Twin Cam 103-Motor vorgestellt sowie die beiden Top-Tourer Electra-Glide Ultra und Classic mit neuen, teilweise flüssigkeitsgekühlten Big-Twins.


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