Hauptuntersuchung (HU) (Archivversion)

Motorräder müssen – auch dann, wenn es sich um Neufahrzeuge handelt – alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Wann der nächste Termin ansteht, geht aus den Fahrzeugpapieren hervor. Und wer sich die Plakette auf dem Kennzeichen anschaut, weiß ebenfalls, wann es soweit ist.

Wer vor dem Prüftermin die wichtigsten Kriterien selbst checkt (siehe Liste), sollte vor unliebsamen Überraschungen sicher sein. Denn bei erheblichen, weil sicherheitsrelevanten Mängeln, gibt’s keine neue Plakette. Geringe Mängel wie beispielsweise eine zu lockere Kette oder eine defekte Instrumentenbeleuchtung werden meist mit dem Hinweis
toleriert, dass der Schaden umgehend behoben wird.

Nachuntersuchung: Wenn es doch mal beim ersten Anlauf nichts mit einer Plakette war, weil vielleicht ein abgefahrener Reifen, eine unzulässige Auspuffanlage oder ein loses Lenkkopflager vom Prüfer
als erheblicher Mangel eingestuft wurde, dann hat der Fahrzeugbesitzer genau einen Monat Zeit, um diese Mängel zu beseitigen. Zusammen mit dem Prüfbericht sollte er innerhalb dieser Frist zur Nachuntersuchung, bei der in erster Linie die Mängelbehebung interessiert. Wer jedoch länger als einen Monat wartet, muss erneut eine komplette HU inklusive der vollen Kosten über sich ergehen lassen. Und da die Plakette ohnehin auf den offiziellen Termin rückdatiert wird, nutzt die Verzögerungstaktik kein bisschen – das gilt auch für den ersten HU-Anlauf.


Die Plakette auf dem Kennzeichen gibt Auskunft, wann die nächste HU ansteht. Die Zahl in der Mitte steht für das betreffende Jahr (hier 2011), die nach oben ausgerichtete Zahl gibt den Monat an (3 = März). Übrigens: Ohne gültige AUK gibt’s auch keine HU-Plakette.

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