Heidenei, Heidenau: die Reifenprüfung (Archivversion)

Für den bevorstehenden Termin zur Hauptuntersuchung mussten neue Pellen her. Da in den Papieren keine Reifenbindung eingetragen ist, hatten wir freie Auswahl. Bei der Recherche fiel uns, wie auch bei der XT 600, eine Paarung von Heidenau (www.reifenwerk-heidenau.de) ins Auge. Anstelle des antiquierten Blockrillen-profils, mit dem die CX vorne im Originalmaß (3.50 S 19) bereift ist, wird von der sächsischen Gummibäckerei auch für die Front der CX ein modernes Niederquerschnittsprofil in der Dimension 100/90-19 angeboten. Allerdings muss das neue Maß in die Papiere eingetragen werden, und der Aufwand ist nicht gering.
Zunächst wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung benötigt, die es vom Reifenhersteller gibt. Anschließend geht die Fahrt mit entsprechend umbereiftem Motorrad zu einer TÜV-Station, wo eine Anbauabnahme (§ 19 Abs. 2) erfolgt. Dieses Teilegutachten darf übrigens nur vom TÜV und nicht von der Dekra oder einer anderen Sachverständigenorganisation erstellt werden. Schließlich weiter zur Zulassungsstelle, die das neue Maß in die Fahrzeugpapiere aufnimmt. Hat sich das im Falle der CX gelohnt? Ganz klar: ja. Die Heidenau-Reifen funktionieren sehr überzeugend auf der Honda. Einlenkverhalten und Handling gefallen, Nass- und Trockenhaftung sind klasse. Übrigens: CX-Fahrer, bei denen eine Herstellerbindung in den Papieren steht, können diese austragen lassen. Ein entsprechendes Gutachten kann auf der Website von Honda (www.honda.de, dem Link »Motorräder« und dann »Service & Mehr« folgen) heruntergeladen werden.

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