Helm-Alterung

Helm-Alterung
Ich habe einen Helm, Baujahr
1989, Modell Schuberth Supervisor III aus Glasfaser-Kevlar-Mix. Der Helm lag
die letzten zehn Jahre licht-
geschützt im trockenen
Kleiderschrank. Kann ich ihn noch nutzen, oder ist er
nicht mehr sicher?
Oliver Schimpf, Schuberth Engineering, Vorstand/CEO, in Braunschweig, www.schuberth.com
Der Schuberth Supervisor III
ist aus Faser-
verbundmaterial hergestellt. Diese so genannten duroplastischen Werkstoffe sind generell sehr unempfindlich gegen Umweltbelastungen, sofern ihre Oberfläche nicht beschädigt ist. In dem vorliegenden Fall der Lagerung im dunklen, trockenen Raum ist das Schutzvermögen des Helms nicht beeinträchtigt. Sollte der Helm mit dem Herstellungsjahr 1989 aber vor der Einlagerung 1994 viel getragen worden sein, empfehlen wir den Austausch gegen ein neues Produkt. Nach einer Tragezeit von sechs Jahren sollte man den Helm schon aus Hygienegründen wechseln.
Zusätzlich sollte man als Träger bedenken, dass sich die Sicherheit entscheidend weiterentwickelt hat. Der vorliegende Supervisor wurde Mitte der 80er Jahre entwickelt. Damals war die Norm ECE R 22-03 für alle Hersteller bindend. Heute entsprechen nur noch Helme nach der ECE R 22-05 dem Stand der Technik. Hieraus ergeben sich wesentliche Veränderungen. Helmschalen, Sonnenblenden, Visiere und Komfortverbesserung durch Geräuschreduzierung sind zentrale Bestandteile neuer Helmsicherheit. Bitte vergleichen Sie den Vorsprung in Sicherheit und Qualität mit dem in der Formel 1 oder auch bei normalen Autos. Unfälle,
die Mitte der 80er Jahre noch zwingend tödlich waren, werden heute ohne wesentliche Blessuren überstanden. Genau
so eine Sicherheitsentwicklung hat sich
auch bei der Herstellung von Qualitätskopfschutz ergeben.

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