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Hendrik von Kuenheim im Mediengespräch Neuer Supersportler: BMW-Spitze lüftet erste Geheimnisse

Foto: BMW
Eingeladen zum Motorrad Mediengespräch 2008, fand Mitte diesen Monats, ein ausgewählter Kreis an Pressevertreter den Weg zu BMW Motorrad nach München. Durch die Veranstaltung leitete erstmalig Hendrik von Kuenheim, der in seiner neuen Funktion als Leiter von BMW Motorrad, über Ziele und Entwicklungen bei BMW sprach. Neben Themen, wie dem Kauf der Marke Husqvarna, wurde insbesondere Kuenheims Vortrag zum Einstieg in die Supersport-Klasse mit Spannung erwartet. Um die hochgesteckten Ziele zur Steigerung der Absatzzahlen zu erreichen, war eine Ausweitung des Produktportfolio um einen Supersportler erforderlich. Auch wolle man das Markenbild um eine sportliche Komponente erweitern und Innovationskraft auf fremdem Terrain demonstrieren.

BMW ist sich dabei bewusst, dass sich der mehr als 20 jährige Vorsprung der japanischen Konkurrenz nicht einfach wettmachen lässt. "Wir werden uns den Regeln dieses Segments unterwerfen." so Kuenheim. Für die Bayern bedeutet das einen neuen Arbeitsrhythmus: Alle Zwei Jahre ein szeneübliches Update, mit hier ein paar Pfund weniger und dort ein paar PS mehr – viel Druck für die Entwicklungsabteilung.
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Foto: BMW
Doch BMW ist hoch motiviert: Auch wenn Kuenheim noch keine konkreten Zahlen verlauten lassen wollte, soll sich der Supersportler leistungsmäßig auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bewegen. Der bisher erreichte Status soll jetzt schon sehr vielversprechend sein. Beim Triebwerk vertraut man auf einen Vierzylinder, der insbesondere im Zylinderkopf mit verschiedenen Eigenheiten aufwartet. Ein besonderes Schmankerl wird zudem eine spezielle Traktionskontrolle sein, die jederzeit ausreichend Grip bereitstellen soll.

Wie ernst es BMW mit dem Projekt meint, zeigt auch der geplante Einstieg in die Superbike-WM. Zur Umsetzung der Rennaktivitäten wurde die Firma Alpha-Racing ins Boot geholt, die über langjährige Rennerfahrung in der Serie verfügt. Der Teamaufbau ist schon in vollem Gange und die Verantwortlichen die sich sowohl aus BMW, Alpha-Racing und SBK-Spezialisten zusammensetzen, arbeiten bereits an der Abstimmung des Wettbewerbsmotorrades. Um dem Reglement zu genügen, ist zudem eine Produktion von mindestens 1000 Serienfahrzeugen im Jahr 2009 sichergestellt. Eine echte Aufgabe für das Motorrad-Werk. Auf das endgültige Design müssen Fans der Marke und potenzielle Interessenten noch warten. Der gezeigte Prototyp lässt sowohl technisch als auch optisch noch keine endgültigen Schlüsse zu. Geplant ist jedoch eine eigenständige Linie, die die Werte der Marke auch im Supersportsegment wiederspiegeln soll. Zumindest der Name des neuen Renners steht schon endgültig fest: "S 1000 RR". Eine Modell-Bezeichnung, die für ein solch engagiertes Projekt ausnahmsweise mal nicht so innovativ klingt.

Mehr Informationen erhalten sie in MOTORRAD 10/2008.
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