Erik Buell.

Hero aus Indien kauft EBR Weitere Teile von EBR verkauft

Der indische Zweiradhersteller Hero, der seit 2013 schon knapp die Hälfte an Erik Buells Firma EBR, besaß, hat jetzt offenbar weitere Teile des insolventen Herstellers aufgekauft.

Foto: Bilski
Erik Buell.
Erik Buell.

Lange herrschte Rätselraten, warum die Hero Corporation aus Indien den US-Hersteller EBR nicht aus der Zahlungsunfähigkeit gerettet hat. Für den milliardenschweren Konzern, der als einer der größten Zweiradhersteller weltweit gilt, hätte es ein Leichtes sein müssen, für EBRs rund 20 Millionen US-Dollar Schulden gerade zu stehen. Schließlich hatten die Inder erst 2013 für 25 Millionen Dollar einen Anteil von 49 Prozent am US-Hersteller übernommen.

Jetzt melden indische Wirtschaftszeitungen unter Berufung auf ein Statement von Hero, dass der Konzern für 2,8 Millionen US-Dollar weitere große Teile von EBR aus der Insolvenzmasse des US-Betriebs aufgekauft hätte. Darunter sowohl materielle Produktionsmittel wie auch ideelle Werte, etwa Konstruktionszeichnungen, Patente etc.

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Erik Buell hatte auf neues Geld gehofft

Damit ist klar, dass sich Erik Buells vor wenigen Tagen gegenüber einer US-Zeitung geäußerte Hoffnung nicht erfüllt hat. Der Ingenieur und Firmengründer hatte bis zuletzt darauf spekuliert, dass ein Investor seine Marke komplett aufkaufen würde und er anschließend mit neuem Geld weiter Motorräder bauen könne.

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