Hesa-BMW R 1150 R (Archivversion) Italian Style

Bislang hatte sich Karsten Henkel von Hesa Motorsport hauptsächlich mit dem Umbau japanischer Big Bikes zu radikalen Streetfightern beschäftigt. Doch mittlerweile bedient der Mann aus dem westfälischen Kierspe auch die eher konservative BMW-Kundschaft mit interessanten technischen wie innovativen Design-Lösungen. Die können sich entweder aus einzelnen Komponenten ihre Wunsch-BMW zusammenstecken oder einen Komplettumbau wählen. Zum Beispiel die R 1150 R.
Die Roadster musste eine tief greifende Operation über sich ergehen lassen. So wurde das Rahmenheck direkt hinter der Federbeinaufnahme abgetrennt. Als Ersatz dient ein dickes U-Profil aus Aluminium, passend zum Original-Rahmen mit schwarzem Kunststoff beschichtet und mit der oberen Federbeinaufnahme verschraubt. Direkt auf diesen Rahmen montierten die Hesa-Mannen die Aufnahme für die originalen Sitzpolster. Darunter ist Platz für die Bordelektrik und ein kleines Staufach.
Das neue Heck ist stabiler als das
Serien-Pendant und kann deshalb auch
als Halterung der Underseat-Auspuffanlage genutzt werden. Für die beiden Bos-Schalldämpfer, die von der R 1100 S stammen, wurden neue Rohre gebogen, die den Original-Kat der R 1150 R mit den Schalldämpfern verbinden. Eine Abdeckung
aus Kohlefaser dient als Hitzeschutz. Akustisch aufgewertet, röchelt der Boxer nun kehlig heiser aus den beiden Endrohren.
Alternativ zur Soziussitzbank ent-
wickelte Karsten Henkel eine schlanke wie
zierliche Abdeckung, die in Verbindung
mit Heckbürzel und neu entworfenen Seitenteilen an die Linienführung italienischer Sportmotorräder erinnert. Ein Rücklicht mit LED-Technik ersetzt das Serien-Teil. Um die einwandfreie Funktion der Elektronik weiterhin zu gewährleisten, musste eine neue Steuerplatine entwickelt werden.
Die Frontpartie des Mega-Umbaus ziert eine kantige Cockpitverkleidung mit zwei übereinander angeordneten Scheinwerfern, die der Tuner auch an andere Modelle adaptiert und die die Straße ordentlich ausleuchten. Passend dazu ein eigens für die R 1150 R entwickelter Vorderradkotflügel.
Außerdem erhält die Hesa-BMW einen breiteren Lenker, der ein neuartiges, für Roadster-Freunde ungewohntes Fahrgefühl vermittelt. Die R 1150 R wirkt fahr-
aktiver. Etwas weiter vorgebeugt und breitschultrig hält der Fahrer den schweren
Boxer im Zaum. So reagiert er auf Lenkbefehle mit weniger Kraftaufwand. In den zierlichen, ovalen Spiegeln, deren Aluminium-Ausleger an die Lenkerenden geklemmt sind, ist die Sicht nach hinten allerdings eingeschränkt. Wie heißt es doch: Wer schön sein will, muss leiden. nk

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