Historie (Archivversion)

1876 In Chicago wird die Excelsior Supply Company gegründet. Eine Fahrrad- und Zubehörklitsche, die sich gerade so über Wasser hält. Nach der Jahrhundertwende steigt das Unternehmen ins Motorradgeschäft ein.1911 Der deutsche Immigrant Ignaz Schwinn kauft die von Geldsorgen gebeutelte Firma auf. Im gleichen Jahr erscheint die X, der erste Zweizylinder von Excelsior. Ein Jahr später knackt Lee Humiston mit seiner Renn-X die 100 mp/h-Marke. Und drüben in Detroit präsentiert die frisch gebackene Henderson Motorcycle Company ihren ersten Vierzylinder.1914 Excelsior zieht ins neu errichtete Werk um. Die größte Motorradfabrik der Welt hat eine hauseigene Teststrecke, und zwar auf dem Dach.1917 Nach einigen Fehlschlägen steht die Henderson Company vor der Pleite. Ignaz Schwinn kauft das Unternehmen auf und verlagert die Produktion von Detroit nach Chicago.1925 Auf dem amerikanischen Motorradmarkt tummeln sich über 200 Motorradhersteller, Excelsior-Henderson gehört zu den größten. Aber man benötigt dringend ein Konkurrenzprodukt zur immer populärer werdenden Indian Scout und präsentiert es mit der Super X, die zum erfolgreichsten Bike dieser Tage avanciert. 1931 Weltwirtschaftskrise. Auch Excelsior-Henderson steckt fest. Eines Morgens betritt Schwinn den Sitzungssaal seiner Firma und sagt: »Gentlemen, today we stop.« Am 31. März werden die Pforten geschlossen.1993 Bei ihrem jährlichen Sturgis-Trip werden die Brüder David und Daniel Hanlon von einer Harley-Müdigkeit befallen. Sie beschließen eine neue amerikanische Motorradmarke auf die Beine zu stellen. Zwischen ihnen und ihren Visionen stehen so ungefähr 50 Millionen US-$. Sie leihen sich Kohle zusammen, erwerben die Namensrechte an Excelsior-Henderson und gewinnen die Ingenieure Allan Hurd und Neil Wright, die schon beim Aufbau von Triumph dabei waren.1999 Am 30. Januar verläßt die erste serienmäßige Neuzeit-Super X das Werk in Belle Plaine Minnesota.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote