Hoch-Tief (Archivversion)

Hoch-Tief

So lautet die Bilanz der Dauertest-Suzuki SV 650 S nach gut 18000 Kilometern

Die rote Suzuki SV 650 S erfreut sich unter den Redaktions-Kradlern größter Beliebtheit: Seit Dauertest-Beginn Ende Februar dieses Jahres hat sie bereits die Distanz Stuttgart-Melbourne absolviert. Drei dabei verblasene Pneu-Garnituren zeugen von ordentlichem Fahrspaß.Aufhorchen ließ das frühe Ende der Sekundärkette, die trotz erprobt guter Scottoiler-Pflege (automatische kettenschmierung) nach nur 14000 Kilometern ungleichmäßig gelängt war und einer neuen weichen mußte. Suzuki plädiert auf unsachgemäße Kettenspannung, mal sehen, wie sich das neue Gliederband gegen das Drehmoment der SV behauptet.Im Rahmen der 18000-Kilometer-Inspektion tauschte die Fachwerkstatt auf Garantie gleich den Steuerkettenspanner des vorderen Zylinders, da die Steuerkette durch schlagende Geräusche auf sich aufmerksam gemacht hatte. Danach herrschte Ruhe im Nockenwellenantrieb. Die Kupplung hatte ebenfalls unschön rumort. Deshalb wurde auf Empfehlung der Suzuki-Techniker der Kupplungskorb gelöst und gegenüber der ursprünglichen Position verdreht auf der Verzahnung der Getriebeeingangswelle montiert, um eventuelle Rundlaufabweichungen auszugleichen. Seitdem verrichtet auch dieses Teil seine Arbeit geräuschloser. Der Kupplungskorb weist übrigens schon recht tiefe Rattermarken auf, die Funktion der Kupplung leidet aber noch nicht darunter.Insgesamt also kleine Mängel, die den großen Fahrspaß mit der SV 650 S nicht trüben können.
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Eingehakt (Archivversion) - Probleme mit BMW K 1200 RS-Schutzblech

Belgische Autobahn sind topfeben. Und da sie nachts beleuchtet sind, lauern keinerlei Gefahren. Dachte der reiseerfahrene MOTORRAD-Mitarbeiter Daniel Lengwenus. Bis ihn eine belgische Brückenschwelle eines Besseren belehrte. Lengwenus wähnte sich bei der Rückfahrt von einer Tour quer durchs britische Königreich schon fast in heimatlichen Gefilden, als besagte Schwelle die mit zwei Personen nebst Gepäck besetzte BMW K 1200 RS aufs heftigste durchschüttelte. Der Schlag war so brutal, daß selbst der knapp 300 Kilogramm schwere Sporttourer kurzfristig jeglichen Bodenkontakt verlor. Anschließend ließ er sich nur noch schlecht und gegen Widerstand lenken. Der Stopp an der nächsten Raststätte machte klar, warum: Das vordere Schutzblech hatte sich durch das abrupte, tiefe Eintauchen der Telelever-Gabel hinter dem Verkleidungskiel verklemmt, beim Ausfedern verspannten sich die beiden Kunststoffteile gegeneinander, was das Lenken deutlich erschwerte. Weitere Auswirkungen des Schlags stellten sich bei der kurz darauf fälligen 60000-Kilometer-Inspektion heraus: Beide Gußfelgen der K 1200 RS waren so stark beschädigt, daß sie getauscht werden mußten. Ansonsten meldete Lengwenus von der gut 6000 Kilometer langen Tour: keine besonderen Vorkommnisse.

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