Honda CB 1000 (GK) (Archivversion)

Motorschäden scheinen für Honda CB 1000-Fahrer ein Fremdwort zu sein. Mal ein Radlager vorn, eine defekte Glühlampe oder ein rostender Auspuff-Sammler, das war’s dann schon an Schäden.

Meine Big One kaufte ich 1995 mit 1100 Kilometern gebraucht. Bis heute spulte ich rund 60000 Kilometer ohne nenneswerten Ausfall ab. Einzig eine durchgebrannte Glühlampe und ein defektes Lager im Vorderrad sorgten für unfreiwillige Reparaturen. Mit meinen 1,90 Meter komme ich mit der Sitzposition auch bei langen Fahrten gut zurecht, die Sitzmulde gibt einem das Gefühl, in der Maschine zu sitzen. Trotz ihres hohen Gewichts kann man der CB 1000 eine gute Handlichkeit attestieren. Ob in den Bergen, in langgezogenen Autobahnkurven oder bei Vollgasfahrten: Die Maschine liegt wie das berühmte Brett auf der Straße. Als Feinschliff habe ich Stahlflex-Bremsleitungen und White Power-Federn montiert. So verzögern die Bremsen effektiver, und die Gabel spricht etwas feiner an. Die CB 1000 ist das beste Motorrad, das ich bis jetzt gefahren bin: eigenständiges Design ohne schwülstige Zephyr-Zitate, sehr zuverlässige Technik und erstklassige Verarbeitung (vom schnell rostenden Vorschalldämpfer einmal abgesehen).André Schorn, DüsseldorfWie auf dem Foto zu sehen, gibt es gleich zwei CB 1000 zu bewundern. Franks Modell, Baujahr 1994, ist ein Grauimport und hat jetzt 35000 Kilometer drauf. Meine CB 1000 ist ein Jahr jünger mit 42000 Kilometern. Da wir mit den Bigs häufiger in Urlaub fahren, haben wir uns rahmenfeste Halbschalen von P & W (je 1000 Mark, unlackiert) angebaut. Die bieten einen recht passablen Windschutz und sind paßgenau gearbeitet. Für den Urlaub kommt dann noch ein Koffersystem von Hecpo & Becker dran. Mit dem Urlaubsgepäck beladen, könnte die Gabel ein wenig straffer sein. Dieses Problem kriegt man durch härtere Gabelfedern in den Griff. Reifenempfehlung: Bridgestone BT 54. Metzeler ME Z ist nur bei trockenem Wetter zu empfehlen. Pluspunkte: gute Bremsen, gutes Fahrwerk, wartungsarm, geringer Benzinverbrauch, tourentauglich. Negativpunkte: großes Spiel im Antriebsstrang und hohe Kosten der Original-Verschleißteile.Britta Thurmann, Frank Behmer, Hamburg Ende 1993 habe ich die SC 30 spontan mit einem Kilometerstand von 900 Kilometern zum Dumpingpreis von 10000 Mark erstanden. Dem Besitzer stand eine Hochzeit ins Haus. Heutiger Kilometerstand: 47000. Die Maschine hatte bisher nur einen einzigen Mangel: eine verzogene linke Bremsscheibe vorn, die im Rahmen der Garantie kostenlos getauscht wurde. Sonst nur bei Kilometerstand 32000 Kettensatz gewechselt. In der Instrumentenbeleuchtung verabschiedeten sich zwei Birnchen, die beim Boschdienst ein Bruchteil dessen kosten, was der Händler dafür berechnet. Bei abnehmendem Reifenprofil (Dunlop 202) stellt sich störendes Lenkerflattern zwichen 60 und 80 km/h ein. Im Fahrbetrieb stört bei langsamer Gangart das zu große Spiel im Antriebsstrang. Auch der Gangwechsel zwischen erstem und zweitem Gang erzeugt Geräusche, die an BMW erinnern. Für meine zehnjährige Tochter ist die Lage der Fußrasten passend, mein 15jähriger Sohn hat die Knie schon fast an den Ohren.Martin Kuhn, Wüstenrot

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