Honda CBF 500 (Archivversion)

Im Ranking der unscheinbarsten Motorräder belegt die CBF 500 einen Spitzenplatz. Außerhalb von Fahrschulen wird sie kaum wahrgenommen – zu Unrecht.

Die Honda CBF 500 erschien zeitgleich mit der größeren Schwester CBF 600, aber in einfacherer Ausführung. Es fehlen die Verstellmöglichkeiten von Sitzbank und Lenker, und es gibt weder Verkleidung noch die zweite vordere Bremsscheibe. Räder, Bereifung, Fahrwerk und Design hingegen sind weitestgehend identisch.
Die 600 Euro Aufpreis für das formidable ABS sparte sich nur ein Drittel der Erstkäufer, diese Verteilung spiegelt sich auch im Angebot wider. Nicht zuletzt aufgrund der leichten Handhabung und des »Easy-going«-Gefühls, das die CBF ausstrahlt, wurde und wird sie gerne als Fahrschulmotorrad eingesetzt. Wobei sie auch alte Hasen nicht langweilt. An der für diese Klasse fetten Bereifung von 120/70-17 vorne und 160/60-17 hinten merkt man, dass das Fahrwerk direkt von der Hornet abstammt. Dass es dort mit 40 Pferden mehr klarkommen muss, darf als Sicherheitspolster verbucht werden und erklärt das recht hohe Gewicht der kleinen Honda von 211 Kilogramm.
Der fast unverändert aus der CB 500 übernommene, 57 PS starke Zweizylinder gilt als sehr wartungsarm und unzerstörbar, verlangt aber für dynamische Fortbewegung ebenfalls fleißiges Betätigen des gut schaltbaren Sechsganggetriebes. So bleiben als Kritikpunkte nur der recht hohe Preis, der direkt am Vergaser angebrachte Choke und das hart­leibige hintere Federbein.

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