Honda CBR 1000 RR Fireblade: Leistungsmessung mit U-Kat/G-Kat (Archivversion) Sauber, sauber

Alle zwei Jahre dasselbe Spiel: Honda bringt ein neues Supersport-Flaggschiff, und alle wollen wissen, wie viel
es denn auf dem Prüfstand drückt. Alle zwei Jahre aber auch das gleiche Problem: Von den Montagebändern laufen zuerst
die U-Kat-Varianten für den Rest der Welt, bevor die deutsche G-Kat-Version kommt. Da MOTORRAD – und in diesem Jahr
übrigens Honda Deutschland ebenfalls – so lange nicht warten wollten, mischte beim 1000er-Vergleich (Heft 6/2004) eine Fireblade mit ungeregeltem Katalysator und Sekundärluftsystem mit, von der
offiziell 500 Stück importiert wurden, um den Saisonstart nicht zu verschlafen.
Doch nun ist sie da, die G-Kat-Fire-
blade. Und zeigt umgehend, dass sogar Leistungsfetischisten ungeniert zugreifen dürfen. Nicht, weil Honda mit dieser Version die versprochenen 172 PS an der Kurbelwelle tatsächlich erreicht. Dazu fehlen noch ein paar Pferdchen. Doch 162 PS an der Kupplung sind ein Wort. Vor allem, wenn man die Leistungs- und Drehmomentkurven mit jenen der U-Kat-Version vergleicht. Denn selbst wenn man die leichten Vorteile der G-Kat-Variante der Messtoleranz zuschreibt, ist klar: Weniger Leistung erkauft man sich mit dem
geregelten Katalysator nicht. Dafür aber nochmals verringerte Schadstoffe. Der CO-Gehalt wird beträchtlich reduziert (0,82 statt 2,80 g/km), der Anteil an Kohlenwasserstoffen schrumpft fast um die Hälfte (0,44 statt 0,80 g/km). ks

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