Honda CBX 1000-Umbau von Ralf Dresen (V) (Archivversion) Total normal

Ralf Dresen lebt in Bergheim bei Köln und arbeitet in einem Kraftwerk. Im Schichtdienst hat er häufiger Gelegenheit, auch während der Woche seine alte Heimat, die Eifel aufzusuchen, um mal richtig Dampf abzulassen. Denn bis zum Nürburgring sind es nur 100 Kilometer, um auf der alten Nordschleife kräftig Gas zu geben. »So um die neun Minuten pro Runde. Dann bin ich’s zufrieden. Natürlich nicht mit der Honda Six. Bei der überholt mich aus unserm Club keiner. Alle wollen dahinter bleiben und sehen, wie ich herumwackele.« Und das, obwohl er dem Sechszylinder-Triebwerk zwar den Originalrahmen des ersten Models CB 1 belassen hat, aber wohlweislich gegen die Wackelei schon die stärkere Telegabel des Pro Link-Nachfolgemodells implantiert hat. Selbst Koni-Federbeine, eine stabilere Schwinge und zeitgemäße Reifendimensionen - das Heck ziert ein dicker 180er Pneu - haben die Schwänzelei ab 160 km/h nicht beseitigen können. Dafür lassen die dicken Schlappen einiges mehr an Schräglage zu. Das geht bis auf die spektakulär verlegten Krümmer herunter.Ist sein Bike jetzt fertig gestylt? Nein, eine blaue Airbrush-Lackierung und eine Upside-down-Gabel von Showa könnt’ sie schon noch vertragen, ist sich der 33jährige sicher. Aber jetzt muß er erst mal den imposanten Motor richten. Die Steuerkette ist fertig. Für die Reparatur nimmt er nicht das Originalteil. »Das ist teuer und ungeteilt, da schraubst du bis zum Abwinken. Im Zubehör gibt es die Zahnkette mit Schloß, das spart viel Zeit.« Zeit, in der Ralf Dresen mit seinem Club zum Ring fahren kann.

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