Honda Fireblade ABS und Honda CBR 600 RR ABS-CBS (Archivversion)

Auch zwei neue Honda-Modelle fanden vor Redaktionsschluss in diese Ausgabe von MOTORRAD: die CBR 1000 RR Fireblade und die CBR 600 RR, beide mit völlig neuem ABS-Verbundbremssystem. Honda wagt als erster Hersteller den Schritt, Sportmotorräder mit einer solchen Technik auszustatten. Ein Wagnis deshalb, weil zum einen die Fahrer solcher Maschinen oftmals lieber sich selbst als einem Antiblockiersystem trauen und zum anderen hohe Reibwerte der haftfreudigen Reifen sowie die kurzen Radstände für eine vehemente Überschlagsneigung dieser Maschinen sorgen. Dem will Honda nun mit einer ausgefeilten elektronischen Steuerung begegnen. Ihr Kernstück ist eine intelligente Verbindung von Vorder- und Hinterradbremse, welche die dynamische Radlastveränderung beim Bremsen einbezieht, den Bremsdruck an Handhebel und am Pedal kontinuierlich erfasst und in tatsächlich wirksame Bremsdrücke umsetzt.

Dieses Break-by-wire klingt verheißungsvoll und soll auch auf Rennstrecken hervorragend funktionieren. Nur ganz erfahrene Piloten sollen es laut Honda schaffen, noch besser als das ABS-CBS zu bremsen. Auf nasser Strecke wäre es gar ganz unmöglich. MOTORRAD freut sich schon auf einen ausgiebigen Test des Systems.

Bei der CBR 600 RR wurden für die Saison 2009 zusätzlich der Motor sowie die Verkleidung optimiert. Geänderte Kolben, Zylinderkopf und Auspuffanlage sollen das Drehmoment zwischen 8000 und 12000/min um 3,5 Prozent erhöhen. Trotz zur besseren Geräuschdämmung dickeren Verkleidungskiels bleibt das Gewicht bei 184 Kilogramm. Wie viel das ABS wiegt, war noch nicht zu erfahren, ebenso wenig, wie hoch der Aufpreis dafür ausfallen wird.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel