Honda Fireblade (Archivversion)

Ihr Erfolgsrezept: sportlich sein und trotzdem vieles können

In der Saison 2002 war die Honda Fireblade die Speerspitze der Supersportler-Fraktion. So weit nach vorn kam kein anderer Serienrenner in der Gunst der Käufer. Ein stolzer Erfolg für ein radikal leichtes und schnelles Motorrad, das nicht zu den billigen gehört. Und das bis zur Umrüstung von Gabelbrücke und Lenkkopflager Probleme mit Hochgeschwindigkeits-Lenkerschlagen bereitete.Davon abgesehen brachte die gründliche Überarbeitung der Fireblade tolle Ergebnisse, die auch überzeugend rüberkamen. Vor allem die Weiterentwicklung des Motors, die dem jetzt 952 cm³ großen Vierzylinder mit vorbildlicher Abgasreinigung per geregeltem Kat satte 145 PS und einen bärigen Durchzug einbrachte, ist bei der ersten Probefahrt sofort nachzuvollziehen.Nicht minder einprägsam gestalten sich die Fahreigenschaften. Die Fireblade ist nicht nur leicht, sie lenkt auch so. Auf winkligen Strecken, selbst in engsten Kehren folgt sie der vom Fahrer vorausgeschauten Linie so spontan, als ob es ihr Ehrgeiz wäre, eine KTM Duke auszutanzen. Was nicht ganz gelingt, wobei die Fireblade aber für ein Supersportmotorrad mit schmal gestellten Lenkerstummeln schon ziemlich gut abschneidet. Und immer dann, wenn es richtig ernst wird – ja, wir reden jetzt auch mal von der Rennstrecke – demonstriert sie, wozu eine dicke Upside-down-Gabel, ein ebenso leichter wie verwindungssteifer Rahmen oder eine stabile Schwinge gut sind. Für ein hohes Maß an Lenkpräzision und Spurstabilität nämlich. Selbst die Bremsanlage schafft den Spagat zwischen gut dosierbar und superbissig. Beim Bremsentest in Motorrad war sie die beste Anlage.Rekapitulieren wir: viel Leistung und sauberes Abgas, superbes Handling und Stabilität gleichermaßen, Sportlichkeit, die im Alltag nicht abgehoben erscheint. Man könnte die Fireblade fast einen Allrounder nennen.

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