Die Honda CBR 1000 RR Fireblade kommt im Modelljahr 2017 mit 192 PS auf nur 196 kg und einem dicken Paket von Fahrassistenten.

Honda Fireblade auf der EICMA 192 PS für 195 kg

Die Honda CBR 1000 RR Fireblade hat sich den Leichter-und-stärker-Wettkampf jetzt lange genug angesehen. Die neue protzt mit spektakulären Eckdaten und einem dicken Paket von Fahrassistenten.

Als hätte Honda extra auf den 25. Geburtstag seines legendären Supersportlers gewartet: 2017 bekommt die Honda CBR 1000 RR Fireblade das möglicherweise gründlichste Update ihrer Modellgeschichte. Ein Leistungsgewicht von nur knapp über 1 kg/PS sucht seinesgleichen. Und dennoch, so betont Honda, liege der Fokus der Fireblade auf im Modelljahr 2017 auf bester Fahrbarkeit, höchster Agilität in Kurven, maximaler Beschleunigung und optimalem Bremsverhalten. Kein wilder Berserker also, sondern eine kraftvolle, kontrollierbare Fahrmaschine will die Honda Fireblade immer noch sein.

An der Hardware blieb nahezu nichts unangetastet; laut Honda wurden 90 Prozent aller Bauteile entweder im Sinne niedrigeren Gewichts oder höherer Leistung überarbeitet. Allein am Motor sparten die Entwickler durch Verwendung von Magnesium-Bauteilen 2 Kilogramm ein; Tank und Schalldämpfer der Honda Fireblade bestehen aus Titan. Insgesamt wurde die Honda Fireblade 16 kg leichter als ihre Vorgängerin.

Die neue Dynamik spiegelt sich selbstverständlich auch im Verkleidungsdesign wider: Insgesamt fällt die Honda Fireblade deutlich schmaler und kompakter aus. LED-Beleuchtung rundum tragen ihrerseits zur Gewichtserparnis bei.

Herzstück der elektronischen Assistenten ist der 5-Achsen-Beschleunigungssensor Bosch MM 5.10. Er erfasst Roll- und Gierrate, sowie Längs-, Quer- und Vertikalbeschleunigung der Honda Fireblade. Auf Basis dieser Daten arbeiten die neunstufig einstellbare Traktionskontrolle (HSTC = Honda Selectable Torque Control), die wählbaren Fahrmodi und der elektronische Gasgriff zusammen, um Leistungsverhalten und Reifenhaftung zu kontrollieren und bei Bedarf zu korrigieren.

Auch das neue Schräglagen-ABS und die Stoppie-Erkennung (RLC = Rear Lift Control) greifen auf die Daten des zentralen Beschleunigungssensors zu. Die Kombination dieser beiden Systeme, welche die Raddrehzahlen kontinuierlich erfassen, soll die größtmögliche Verzögerung bei maximaler Sicherheit und präziser Kontrolle vor und in Kurven ermöglichen.

Der dreifach einstellbaren Wheelie-Kontrolle stehen ebenfalls die Daten aller Sensoren zur Verfügung; bei Bedarf greift sie über den elektronischen Gasgriff und die Einspritzelektronik ein und hält das Vorderrad sicher am Boden.

Sogar das Motorbremsmoment ist an der neuen Honda Fireblade einstellbar; die hierfür zuständige Technik hört auf die Abkürzung SEB (Selectable Engine Brake).

Viele Details an der neuen Honda Fireblade hatte Honda für die zulassungsfähige MotoGP-Replika RC213V-S entwickelt; unter anderem die zentrale Steuereinheit, das TFT-Display und der elektronische Gasgriff mit Positionssensor (APS = Accelerator Position Sensor)

Wir sind gespannt, welche Zahl auf dem Preisschilder dieser Killerblade stehen wird. Die Konkurrenz darf sich jedenfalls jetzt schon warm anziehen.

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Technische Daten Honda CBR 1000 RR Fireblade

Antrieb: Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei obenliegende Nockenwellen, 4 Ventile pro Zylinder, Bohrung/Hub 76/55,1 mm, 999 cm³, 48-mm-Drosselklappen, Verdichtung 13:1 141 kW (192 PS) bei 13.000/min, 116 Nm bei 11.000/min, Anti-Hopping-Kupplung, Sechsganggetriebe, Kettenantrieb, Gewicht (fahrfertig vollgetankt) 195 kg

Fahrwerk und Räder: 43-mm-Showa-Big-Piston-Upside-down-Gabel vorn, Lenkkopfwinkel 67 Grad gegen die Horizontale, Nachlauf 96 mm, Zentralfederbein im Doppelrohr-Design von Showa, Reifen vorn 120/70 ZR 17, 190/50 ZR 17

Die Honda CBR 1000 RR Fireblade hat sich den Leichter-und-stärker-Wettkampf jetzt lange genug angesehen. Die neue protzt mit spektakulären Eckdaten und einem dicken Paket von Fahrassistenten.
Video: Honda Fireblade auf der EICMA 2016

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