Honda Fireblade (VT) (Archivversion) Warum ohne Lenkungsdämpfer?

Der Einsatzbereich der 1000er-Vierzylinder ist erstaunlich groß. Sie können alles, vom Cruisen bis zum Rasen. Einziges Problem: böse Überraschungen mit Lenkerschlagen. Mag ja sein, dass der Lenkungsdämpfer früher das Image hatte, Schwächen zu kaschieren. Dabei ist er ein Hilfsmittel, das den Einsatzbereich radikaler Fahrwerkskonstruktionen erweitert. Leichtes Handling soll mit Stabilität, guter Grip mit kontrollierbarem Grenzbereichverhalten bei minimalem Gewicht und 150 PS kombiniert werden.Selbst im Rennsport, wo es keine Kompromisse gibt, geht´s nicht ohne. Nur einmal habe ich in einem verregneten Training den Dämpfer meiner Werks-Honda demontiert, um mehr Gefühl fürs Vorderrad zu bekommen. Das hat nicht funktioniert. Ohne Lenkungsdämpfer kann der Fahrer nur durch gleichmäßigen Druck auf Fußrasten und Lenker und eine vorgebeugte Sitzhaltung versuchen, das Kickback zu kontrollieren. Verhindern kann er es nicht. Gut, die Kawasaki funktioniert auch ohne; mit ihrer soften Abstimmung wird sie jedoch in schnellen Kurven instabil. Auf der Yamaha wird man wenigstens gewarnt. Ohne jegliche Vorwarnung schlägt dagegen der Honda-Lenker von Anschlag zu Anschlag! Eine heikle Sache! Ich rate zum Nachrüsten eines Lenkungsdämpfers. Am besten einen einstellbaren.

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